Wie genau man hier anfangen soll, wissen wir nicht. Derzeit ist uns nur klar, dass die Bilder der Kampagne etwas bei uns ausgelöst haben. Dass die Querverbindung zwischen den Themen Obdachlosigkeit und Beraubung des natürlichen Lebensraumes eine gut gewählte ist. Dass die Bilder ein leichtes Magenziehen auslösen und man sich nicht vorstellen möchte, wie Affen eines Tages im Großstadtdschungel landen, nur weil der eigene Lebensraum nicht mehr existiert. Anderseits fragt man sich bei der Kampagne von „Born Free“ auch, ob die Tiere einem noch auffallen würden. Zu oft zieht man durch die Stadt und bemerkt nicht einmal mehr alle die Leute, die obdachlos sind und auf der Straße sitzen. Beziehungsweise muss man hier ganz offen hinterfragen, ob solch Tiere mehr Aufmerksamkeit erregen würden als ein Obdachloser an sich.

Klar ist, dass das wahrscheinlich der Fall wäre. Tiere irritieren, besser gesagt erwecken mehr Aufmerksamkeit im Stadtbild. Vor allem solch Exoten. Menschen dahingegen gehen unter beziehungsweise werden ausgeblendet getreu dem Motto „Man kann ja nicht jedem was geben“. Vielleicht nicht jedem. Aber den ein oder anderen, der dir jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit begegnet. Auch nicht jeden Tag. Aber ab und an mal. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Im Grunde sollten diese aber auch nicht im Stadtbild untergehen.

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