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Wie Converse Bernard Sumner (New Order/Joy Division), Alexis Taylor und Joe Goddard von Hot Chip dazu bekommen hat „Didn’t Know What Love Was“ für sie zu singen, ist uns nicht ganz klar. Des Geldes wegen alleine kann es ja nicht sein. Kid Cudi, Rostam Batmanglij von Vampire Weekend und Bethany Cosentino von Best Coast haben zwar gleiches bereits im Sommer mit „All Summer“ gemacht, aber die spielen auch in einer Liga unter Bernard Sumner. Aber egal – das Lied ist gut und das Video erinnert an Michel Gondry und sein Video für die Chemical Brothers zu „Let Forever Be“ erinnert. Das Video wurde von Andreas Nilsson gedreht und Michel Gondry verkauft Toiletten-Papier auf seiner Seite. Was für ein Trash!

Wer zur Zeit nicht darauf aufmerksam wird, dass ein neuer Robin Hood Film in den Kinos läuft, geht definitv mit geschlossenen Augen und Ohren durchs Leben. Ganz Berlin ist zugekleistert mit Werbeplakaten und Radiospots laufen auf allen Kanälen. Da kommt doch der gemeine Blockbuster-Junkie auf die Idee sich diesen Streifen anzuschauen. Und was hat er davon? Doppelte Überlänge zu stolzen Preisen und ein grobschlächtiger Russell Crowe im Kettenhemd!

Wir lieben diese Rubriken a la „Was macht eigentlich XY“. Dank solcher Rubriken wissen wir jetzt, dass Edward Walter Furlong aus Terminator 2 aktuell ein ganz schönes Pummelchen ist. Was aus all den Pornodarstellern der 70er und 80er geworden ist, weiß man zumeist nicht. Man hat die Filme vielleicht mal gesehen. Man weiß auch, dass Linda Lovelace nach „Deep Throat“ gesagt hat, dass sie gezwungen wurde den Film zu drehen und das sie jetzt die Anti-Pornography Movement anführt. Georgina Spelvin geht es da anders. Sie war die Hauptdarstellerin im Film „The Devil in Miss Jones“ und lässt uns nun im neuen Massive Attack Video zu „Paradise Circus“ Teil an ihren Erinnerungen haben.

Endlich. Das Video von Yeasayer zu „Ambling Alp“ ist draußen und das ist wahre Videokunst. Wie schon bereits berichtet, haben Yeasayer zu der Single eine Mikrosite gelauncht, wo man sich den Song umsonst runterladen kann und wo man viel nackte Haut zu sehen bekommt. Wo wir beim richtigen Stichwort wären – nackt. Wir haben uns dran gemacht und unsere Videoliste „Nackte Wahrheiten“ geupdatet. Das ist doch was recht schönes für die Mittagspause. Ein bisschen nackte Haut hat nie geschadet. Parallel bewerben wir uns hiermit für den Preis „Sweet ‘n’ Cute Award“ bei Amy & Pink. So.

Darf man als erwachsene Person Monster noch toll finden? Monster, die gruselig lieb aussehen und einem das Herz erweichen? Die man jüngst für sich entdeckt hat und die in der Kindheit irgendwie an einem vorbeigegangen sind? Ja, man darf. „Where The Wild Things Are“ – zu deutsch „Wo die wilden Kerle wohnen“ – hat mich in Windeseile erobert, mich zum Lachen, fast zum Weinen gebracht. Spike Jonze hat mit der Verfilmung des Kinderbuches von Maurice Sendak Großes getan und mir einen wunderbaren Kinoabend in New York beschert. So viel Krawall, so tolle Monster, solch ein toller Soundtrack trotz Karen O von den Yeah Yeah Yeahs – „Where The Wild Things Are“ ist ein Meisterwerk mit viel Gefühl, einer klaren Message und unsagbar lieben Monstern. Meine Begeisterung für die Verfilmung kennt gerade keine Grenzen und darum geht es nach dem Link zum Trailer.

Als Kind der 80er ist heute ein trauriger Tag, denn der Mann der uns beibrachte wie man als Teenager halbwegs normal durchs Leben kommt, ist gestern in New York im Alter von 59 Jahren gestorben. John Hughes hat mir und bestimmt auch tausend anderen Heranwachsenden mit Filmen wie „Breakfast Club“, „Pretty In Pink“ und „Ferris macht blau“ gezeigt, wie verkorkst alle Teenager sind und das man doch alles in Griff kriegen kann. Alle hatten einen Schuss, waren notgeil, litten unter Akne. Gemeinsam saß man in einem Boot und hat die „Teenage Angst“ überwunden. Ich bin und war Fan von seiner Arbeit und ein Videoabend mit den besten Filmen von John Hughes ist jetzt Pflichtprogramm. Und anstelle von „Don’t You Forget About Me“ höre ich mir lieber „Pretty In Pink“ von Psychedelic Furs an. Schließlich war ich jahrelang heimlich in Andrew McCarthy verliebt.

Meine beste Pressevorführung hatte ich anno 2000. Um 11 Uhr mit Popcorn bewaffnet ging es in „American Psycho„. Über den Film wusste ich rein gar nichts, hatte mich zuvor auch nicht informiert. Dass der Film Jahre später noch zu meinen Lieblingsfilmen zählen wird, konnte ich damals nicht ausmachen. Für 11 Uhr morgens war der Film damals einfach nur harte Kost mit kruden wie auch witzigen Momenten. Ähnlich erging es mir just mit „9 To 5 – Days In Porn„. Diesmal wurde mir Sperma, pinke Einläufe, Würgeszenen und die Naivität einiger Pornodarstellerinnen um 15.30 Uhr präsentiert und wieder ging ich mit einem Lachen hinaus. Auch die Pornoindustrie kann mitunter witzig sein.