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„Nakamarra“ von der australischen Band Hiatus Kaiyote versprüht für uns Wohlbefinden pur. Es hüllt uns federleicht ein, wiegt uns vier Minuten durch den Raum und zaubert uns ein kleines Lächeln auf das Gesicht. Hier kann man einfach einmal das Wort mit fünf Buchstaben verwenden: Liebe! Mehr Musik gibt es nach dem Klick – u.a. mit Liedern von 2:45, die uns musikalisch an PJ Harvey erinnern. Mit den Dum Dum Girls und ihrer tragisch schönen Melancholie. Und mit Trails and Ways, die uns mit verspieltem Zweigesang an die Hand nehmen.

Früher konnten wir nicht viel mit Frauengesang anfangen. Da gab es wohl eine Kate Bush, die wir immer verehrt haben und die immer noch unsere verrückte kleine Königin des Pops ist, aber viel mehr hatte nicht Platz daneben. Über die letzten Jahre  hinweg hat sich das Blatt gewendet. Die zerbrechliche Laura Marling hatte es uns angetan, Florence Welch ebenfalls und nun zieht eine weitere Dame mit Flagge bei uns ein. Anna Calvi, die sich mal stark fast Walkürenhaft gibt, mal zerbrechlich filigran. Das gefällt und kann am 20.01. in Berlin bei Dussmann live erlebt werden. Ihr Debüt „Anna Calvi“ kann hier im Stream vorgehört werden und erscheint am 17.01.2011.

Hedonismus pur. Während The Prodigy uns mit „Smack My Bitch Up“ schon zeigten, wie man eine richtig gute Zeit haben kann, treiben Think Twice aus Paris das ganze Spiel etwas kindischer fort. Hier gibt es Froschmasken in Nude aus Pappmache. Rumgepöbelt und getrunken wird auch. Nackte Ärsche sehen wir obendrein und das Lied „Last Call“ gefällt auch noch. Was will man mehr? Mir fällt gerade nichts ein. Vielleicht ein Schneebad mit diesen Masken auf in Unterwäsche im kommenden Winter – wer weiß.

Bling Blong – Zwei Indiehamseln haben einen Sampler gefunden und spielen dran rum. Das wäre eine Art Discovery zu beschreiben. Die nette Variante geht so – Bling Blong – zwei Typen mit geilen Klamotten, fetter Brille und ner schönen Indiesammlung haben viel Postal Service gehört, finden so Bands wie Hot Chip auch nicht verkehrt und bewegen sich deshalb zwischen beiden Bands und machen parallel noch gemeinsame Sache mit Vampire Weekend. Warum das? Weil beide Bands aus New York kommen, gerne in den Weiten des Soundspektrums spielen und von der Norm abweichen.