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Konsumierbares

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Spätestens als Früh-Teenager ist uns bei Freunden ein Kamasutra-Buch in die Hände gefallen. Spätestens da haben wir mit großen Augen all die Positionen gesichtet und verwundert festgestellt, wie biegsam der menschliche Körper doch ist. Später mussten wir lernen und feststellen, das wenige bis fast gar keine Position im Sexalltag Einzug halten werden. Wer seinen Partner einen Wink mit dem Zaunpfahl geben will oder einfach nur gerne Kekse ist, sollte bei den Keksausstechern von Pipparkakan zu greifen.

Im Ausland ist für mich das Betreten des örtlichen Supermarkts eine wahre Attraktion. Dort finden sich Produkte, die ich manchmal nicht (er)kenne und Verpackungsaufschriften, die ich nicht immer verstehe. Jeder stinknormale Supermarkt bietet einen Einblick in die Kultur eines Landes. Bestimmte Marken und Dinge kann man natürlich auf der ganzen Welt kaufen, andere Sachen aber nirgendwo anders als genau in diesem Land.

Die Schweden sind sehr gastfreundlich. Da meine Zeit hier bald zu Ende ist und ich noch vor Weihnachten wieder zurück nach Deutschland fahre, dachten meine Kollegen es sei angebracht das sogenannte „Jul“ einfach etwas vorzuziehen. Deshalb haben wir den ganzen Samstag damit verbracht schwedische Weihnachtsspezialitäten zu kochen und zu backen und das Ergebnis anschließend zu verspeisen.

Wir neigen dazu, zu pauschalisieren. Zumindest in diesem Fall. Denn nirgends anders auf der Welt als in Asien kriegt man so merkwürdiges und fremdes Essen präsentiert. Diesmal gibt es Penis Pancakes für uns. An sich sieht die Speise wie ein Hot Dog aus – ein geschlossener Hot Dog mit einer Wurst drin. An sich ist das noch nichts Tolles oder Anstossendes. Kommen wir aber zur Form. Die erinnert so stark an einen Penis, so dass manch ein Mann sicher nicht so gerne in den Hot-Dog-Lookalike beißen will. Wir glauben daran, dass unmittelbare Schmerzen im mittleren Bereich beim Mann auftreten würden. So eine Art Phantomschmerz würde sich breitmachen. Frauen können ihre kleinen Spielchen mit dem Essen machen und dann herzhaft zu beißen. Aber will man Essen zu sich nehmen, das einen indirekt an ein Geschlechtsteil erinnert? Wer irgendwann mal nach Taipeh kommen sollte, kann ausprobieren, wie genussvoll man solch eine Speise konsumiert.

Manche Frauen leiden, manch andere nicht. Manche trinken Tee, manche liegen mit Krämpfen im Bett und kommen da für zwei Tage nicht raus. Schmerzmittel werden inflationär oft eingenommen, die Entspannung kommt aber trotzdem zu kurz, will der Freund doch nicht den mutigen Piraten mimen, der auch ins rote Meer sticht. Habt ihr auch so einen Piraten im Haus, dann gibt es jetzt Absorge. Entsorgt den Freund für die Tage, greift auf Tamia zurück. Tamia ist ein Tampon, der nicht nur saugt, sondern auch noch vibriert. Und Vibrationen bringen Entspannung. Wir sind ganz begeistert von der Idee und der Kombination von Nützlich und Nützlich und Spass. Da werden wir uns ein Testmodell wohl mal bestellen. Eine Frage haben wir aber noch: sieht dasTampon mit der kleinen Fernbedienung nicht aus wie ein Spermium?

Das Kondom an sich wird gemeinhin als Hütchen bezeichnet. Aber auch wenn Kondome mit Geschmack daher kommen, dann sind sie nie schmackhaft. Die kleinen Hüte von Dick Hats haben einen klaren Vorteil: sie sind aus Schokolade, kommen im Wikinger- und Cowboy-Outfit daher, schützen aber nicht vor Schwangerschaft und sind auch nicht für Diabetiker geeignet. Wir gehen jetzt mal shoppen. Happs.

Schon lange habe ich mich nicht mehr so amüsiert wie gestern Abend bei unserem Lesezirkel, wo wir immer gemeinsam neue Serien schauen. Gestern gab es Angry Boys aus Australien und ja, da hängt die Messlatte ganz tief. Hier wird parodiert, hier ist man nicht PC, hier teilt man in alle Richtungen aus. Da gibt es die Brüder Nathan und Daniel, die den White-Trash Australiens darstellen. Nathan ist taub und sein Brüder Daniel feixt sie lieber ein, als auf seinen Brüder Rücksicht zu nehmen. Da gibt es Gran, die in einem Jugendknast arbeitet und die Jungs nach Strich und Faden verarscht und ihnen Superhelden Nachtanzüge anzieht und gerne rassistische Äußerungen von sich gibt. Da gibt es S.Mouse, den Rapper aus L.A., das Ghettokind, das eigentlich aus reichem Haus kommt und Bubblegum-Rap im Stil von Soulja Boy macht. Alles an sich ist schön absurd, manche Gags sind so simple, so dass man sich ärgert, dass man nicht selbst drauf gekommen ist. Und an sich werden fast alle Rollen von Chris Lilly gespielt, der halt Frau, Surfer, Rapper und irgendwie alles sein kann. Was für die Briten Little Britain ist, ist für die Aussies Angry Boys. Seit knapp einem Jahr ist die Serie auf Sendung und wird im Dokustil mit verwackelten Bildern gedreht.

„Milk’s favorite cookie“. Die Koreaner haben scheinbar Humor. Komplett unverkrampft bildet man hier ein Baby ab, das gerade gestillt wird und nebenbei einen Oreo-Keks in der Hand hält. Und warum das alles? Weil Oreo-Kekse perfekt zu Milch passen. Entweder dippt man den Kekse in die Milch oder man versucht beides parallel zu konsumieren. Das Baby steht auf Variante Zwei und dient als Werbefigur für die Oreo-Kampagne. Ob diese anstößig ist? Wir finden nicht. Stillen ist etwas ganz normales, Kekse essen auch. Warum sollte man beides nicht kombinieren, auch wenn Stillen etwas sehr intimes an sich ist.

Onkel Addi braun „anzumalen“, macht sicher einigen Spaß. Wer seine Exkremente auch symbolisch auf dem Gesicht von Hitler hinterlassen möchte, kann die Rollen hier für 4 Euro bestellen. Georg Buchrucker hat den einstigen Führer aufs Papier gedruckt und lädt jetzt dazu ein, den Schnurrbart zu ergänzen. Ob man so treffsicher und punktgenau ist, können wir jetzt noch nicht ausmachen. Ein Versuch ist es aber auf jeden Fall wert.