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Sehenswertes

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Wenn man alte Playboy oder Hustler Ausgaben durchschaut, dann wuchert und gedeiht das Intimhaar an allen Stellen. Die Beine und Achseln wurden wohl schon bearbeitet, der Genitalbereich blieb aber genau so wie er war. Schaut man heute in die Magazine oder besucht berühmt berüchtigte Onlineportale, so sehen wir rein gar nichts mehr. Wenn einmal eine Landebahn auftaucht, dann ist das schon eine Seltenheit. Jedes noch so kleine Haar wird entfernt und selbst im Privaten wird man mittlerweile komisch angeschaut, wenn man nicht wie Minus 12 Jahre aussieht. Rhiannon Schneiderman geht mit ihrer Fotoserie „Lady Manes“ in eine andere Richtung. Hier wird Schwanz getragen, hier wird der Busch nicht kontrolliert. Hier wird mit Extremen übertrieben gearbeitet und wir finden es herrlich. Da klebt man sich einfach mal eine Perücke in den Schritt und sagt „So what“.

Dieses Motorrad ist das fetteste Motorrad, das wir jemals zu Gesicht bekommen haben. Ok, von der Logik her passt ein Motorrad natürlich nicht zu Spider-Man. Denn der hangelt sich von Hochhaus zu Hochhaus. Küsst kopfüber seine Freundin und ist selten in einem mobilen Gefährt zu sehen. Bei einem mobilen Gefährt denken wir eher an Batman, der auch in New York ansässig ist. Genauso wie Spider-Man oder halt das Motorrad, was wir Anfang dieser Woche im West Village vor einem McDonald gesichtet haben. Achtet auf das Kennzeichen – SPIDDR. Was für ein Trash, der so manchen Mann begeistern wird. Und uns halt auch.

Schon einmal zu einem Bild von einem Salzstreuer masturbiert? Oder schon einmal Hand angelegt zu einem ausgestopften Tier? Oder hat euch das Bild vom Cover des Buchs „Images You Should Not Masturbate To“ schon angesprochen? Uns nicht, aber ein Versuch ist es wert. Wir stoppen die Uhr und denken über weitere Bilder nach, die uns die Autoren in Part Zwei präsentieren könnten. Graham Johnson und Rob Hibbert greifen in die Unsinnig-Kiste und amüsieren. Der ein oder andere hat sicher schon einmal den Versuch gestartet, zum Höhepunkt mit den asexuellen Bildern zu kommen. Es wird auf jeden Fall hart.

Jeder Mensch durchläuft verschiedene Lebensphasen. Bei Jungs fangen die Haare irgendwann an zu wachsen, bei Frauen auch. Bei Männern tritt der Adamsapfel mehr hervor, bei Frauen fängt die Brust an zu wachsen. Die französische Fotografin Alexandra Sophie hat in ihrer Serie „Jardin Fleuri“ die unterschiedlichen Phasen einer Frau durchgespielt. Im Schritt der Frau wurden unterschiedliche Sachen platziert. Mal ist es ein Beet voll mit Moos, das den Beginn darstellt. Dann gibt es zerdrückte Brombeeren, die den Schritt rot färben und dann folgt irgendwann die Orchidee und das Nest. Die ganze Serie ist auf der Seite der Fotografin zu finden, die uns visuell sehr anspricht. „Jardin Fleuri“ ist eine schön aufgemachte visuelle Hommage an die Frau an sich. Alle Phasen gibt es als Gesamtdruck hier zu erwerben.

Tim Walker ist einer unser Lieblingsmodefotografen. Er schafft kleine Märchenwelten, läßt die wilden Kerle mit Models spielen, bringt Humpty Dumpty zum brechen und färbt Katzen in Pastellfarben ein. Diesmal hat er sich für das Love Magazine Kate Moss vorgenommen. Die zieht blank, was nicht neu ist. Neu ist der floreske Aspekt bei der ganzen Sache. Blumen schmücken den Schritt und die Brüste und in einem ästhetischen Licht finden wir wieder Gefallen an Frau Moss. Tim Walker setzt sie ins rechte Licht und wir sind im Flower Power Modus.

Habt ihr auch Lust in die Luft zu gehen wie Baumgartner? Vielleicht nicht ganz so hoch, aber dafür ähnlich spektakulär? Dann legen wir euch den Riesenballoon in Poform ans Herz. Der Po hat ordentlich Feuer unter der Haube, die Pobacken scheinen förmlich zu explodieren. Der Slip ist extrem klein bemessen, die Strapse fliegen aber anbei. Auch wenn wir Höhenangst haben, würden wir in solch einen Balloon gerne einmal einsteigen.

Es gibt Flatforms. Es gibt High-Heels. Es gibt Ballerinas. Alle haben eine besondere Sohle. Das macht sie aus. Manche Designer setzen bei der Sohlenwahl einfach nur auf eine bestimmt Farbwahl, denken wir nur an Louboutin und sein Rot. Andere Designer denken ganz anders und lassen den Träger auf Zähnen laufen. „Ich laufe auf dem Zahnfleisch“ kennen wir alle. Ich laufe auf den Zähnen noch nicht. Fantich & Young haben auf dieses Model gesetzt und es 2010 erschaffen. Ob die Schuhe zum Verkauf stehen? Nein. Zähne sind wohl schön hart und halten einiges aus, aber das hier listet man besser unter dem Begriff Kunst.

Wie wir doch die Anne Geddes Bilder mit ihren süßen Kindern hassen. Inflationär oft haben wir diese in den 90ern an den Wänden von uns fremden Menschen entdeckt. Ziemlich häufig haben wir diesen Kitsch nicht verstanden und fanden die Kinder weder süß noch hinreißend. Ein Kind in einer Sonnenblume muss nicht sein. Ein dicker Mann in einer Hand hingegen schon. Das Vice Magazine hat gemeinsam mit dem Fotograf Lee Goldup eine Hommage an die Kinderfotografien von Frau Geddes geschaffen, leider konnten sie keine passende Kinder finden. Wie schade! Über die Frau im Blumentopf, die Schneckenfrau und Co freuen wir uns eh mehr als über die Originale.

Heute startet auf ProSieben die Serie 2 Broke Girls, die wir binnen vier Tagen fast in einem Rutsch weggeschaut haben. Warum? Weil der Humor mitunter wohl etwas flach, aber genau richtig unter der Gürtellinie angesiedelt ist. Weil wir es lieben, wenn Hipster von der Darstellerin Max gebasht werden. Weil wir Cupcakes lieben und Oleg – den sexistischen Koch aus dem Dinner – einfach ein Chauvi mit wirklich guten Sprüchen ist („Your B’s have turned into C’s and for that, I give you an A“).

Das fragt uns Buzzfeed und die Fotos samt Balken – die wiederum von den Fernsehanstalten oder Usern drauf „geschaltet“ werden – sind goldwert. Unser Arbeitsplatz ist leider nicht sehr Olympia-freundlich, einen Fernseher sehen wir weit und breit nicht und im Netz wollen wir es nicht nebenbei schauen. Die Fotos auf Buzzfeed kann man sich aber schnell zu Gemüte führen und abfeiern. Ja, ein bisschen homoerotisch wirkt das ganze schon und das finden wir schön und entspannend. Wusstet ihr, dass Grindr zusammen gebrochen ist, als die Sportler in London angekommen sind? Natürlich wurde hier auch gleich ein Zusammenhang gesponnen.