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Tragbares

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Als Frau investiert man viel Arbeit, um die Haare loszuwerden. Man läßt sich Waxen. Oder mit klebrigem Sugaring betröpfeln. Man greift zur Pinzette. Oder gibt dem Rasierer freie Fahrt. Um Understatement zu zeigen und um selbstironisch zu wirken, greift die ein oder andere Frau sicherlich gerne zu diesem neuen Piece – dem Badeanzug mit behaarter Brust. Für Mann und Frau. Auch für den Mann? Ja, richtig. Auch für Mann.

Was darf es sein für den wohl schönsten Tag im Leben? Ein Kleid aus Spitze und Tüll? Oder aus Kondomen? Aus gebrauchten? Von all den Ex-Lovern, die man je hatte? Oder lieber ein Kleid aus Toilettenpapier? Damit der ganze Tag unter dem Motto Scheiße läuft? Oder weil man nicht genügend Geld hat und vierlagiges Papier schon einiges her macht? Oder darf es doch das Vagina-Kleid sein, damit der Liebste den Weg in der Hochzeitsnacht zum Tempel der Lust noch findet? Es gibt so viele Varianten und wir sind überfragt! Kondome – nein Danke, obwohl das Kleid eindeutige Vorteile bietet. Die Elastizität zum Beispiel. Hier kann sich Braut kugelrund auf der eigenen Hochzeit essen. Toilettenpapier – sieht doch ganz chic aus. Und man hat das Klopapier auch gleich griffbereit falls es bei der Feier ausgeht. Mit einer Vagina drauf? Wir wollen den Liebsten doch nicht vergraulen. Und ihr so?

Wie würdet ihr es finden, wenn ihr euch einen Typen mit nach Hause nehmt und er wie ihr einen BH unter seinem Shirt trägt? Wenn er halterlose Strümpfe präsentiert? Oder gar sein Gemächt in einem kleinen String mit Spitze versteckt und so gar nicht maskulin wirkt? Wenn er länger zum Anziehen braucht als ihr? Wir würden es wohl interessant finden, aber Shorts und Co finden wir besser. Wir würden nicht ausgelassen mit ihm auf dem Sofa spielen, sondern uns fragen, ob er sich bald an unserer Unterwäsche bedienen will. Geschmäcker sind verschieden und klar kann auch ein Heteromann Interesse an schöner Unterwäsche haben, aber muss es gleich so übertrieben sein wie bei Homme Mystere? Wir wollen hier auch gleich ausschließen, dass wir davon ausgehen, dass diese Art von Unterwäsche etwas für homosexuelle Männer ist. Generell passt diese Art von Unterwäsche nicht ganz zur Statur eines Mannes. Vor allem: wozu braucht man(n) einen BH?

Dick darf man nicht sein, wenn man diesen Bikini trägt. Aber fettig ist die ganze Angelegenheit trotzdem. Hier trägt man einen Hot Dog auf der Brust spazieren und zum knabbern gibt es Pommes auf dem Höschen. Dieser Bikini hat scheinbar so viel Anklang gefunden, so dass er mittlerweile bei Topshop ausverkauft ist. Alternativ gibt es jetzt den Tiger für die Brust oder die Mietzekatze. Der Hot Dog zum schlemmen gefällt uns aber weitaus besser.

Es gibt die schielende Katze. Und es gibt die grummelnde Katze. Anfangs schlug unsere Herz noch für die schielende Katze, mittlerweile können wir uns mehr mit der „Grumpy Cat“ identifizieren, vor allem wenn solch nette Vergleiche zu Kirsten Stewart hochgeladen werden. Wer sich auch manchmal wie die Katze fühlt, die Gesichtsmuskeln aber nicht so zum entspannen kriegt und die Wangen und Mundwinkel nicht von alleine hängen wollen, der kann nun auf die „Grumpy Cat“-Mütze bei Etsy zurückgreifen. Koalas, Hasen, Panda und alle weiteren Tiere in Mützenform können sich schon einmal warm anziehen. Mit der Grumpy Cat Mütze können sie nicht mithalten. Für knapp 27 Dollar ist die Mütze hier erhältlich.

Man kann von Yoko Ono halten was man will – diese Kollektion hier hat uns wirklich zum lachen gebracht. Nicht mehr taufrisch ist sie und das nehmt bitte wörtlich. Die Designs für die Kollektion für Opening Ceremony stammen aus dem Jahr 1969 und ursprünglich waren es nur Illustrationen, die sie John Lennen zur Hochzeit schenkte. Die Kollektion beinhaltet ihre Idee von Männermode und ist eine Hommage an Lennons sexy Körper. Oh ja, der schlaksige Mann war wirklich heiß. Nicht. Zumindest nicht, als er mit Yoko zusammen war. Und wie sieht die Kollektion jetzt eigentlich aus? Da gibt es Hände, die auf den Schritt der Hose gedruckt sind. Da gibt es Netzoberteile. Und da gibt es LED-Lichter für die Brust. Ob das jemand kaufen wird? Sicher. Yoko Ono kommt selbst mit so etwas durch und wir lachen weiter mit ihr und darüber.

Manchmal will man einfach nur umarmt werden. Vor allem wenn es draußen früher dunkel wird, die Kälte nicht mehr weichen will und der Liebste nicht greifbar oder noch nicht gefunden wurde. Es gibt Kuschelpartys, wo man sich mit Fremden auf einer Spielwiese räkeln kann. Es gibt das atmende Kissen, das einem etwas Geborgenheit im Bett schenken darf. Es gibt Plastikpuppen. Ryan Gosling haben sie in Lars und die Frauen geholfen. Oder es gibt halt die Umarmjacke von Si Chan, die wir herzallerliebst finden. Da möchte man kaum mehr aus der Jacke rauskommen. Den ganzen Tag lang wird man von vier Armen geherzt und was gibt es Schöneres als eine gute Umarmung?

Habt ihr noch kein Kostüm zu Halloween? Wollt ihr gerne etwas tiefer in die Tasche greifen und mit Humor statt Ekel trumpfen? Wollt ihr gerne als Bierkrug unterwegs sein und mit jedem anstossen? Oder lieber die kleine süße Krabbe sein? Oder doch lieber die Keule Fleisch? Oder die Lady im Haikostüm? Dann legen wir euch die Kleider von The Rodnik Band ans Herz. Hier ist man Fish & Chips. Hier ist man ne Banane. Und ja, die Teile sind teuer und vielleicht nicht unbedingt tragbar, aber bei soviel Popreferenzen und Trash werden wir schwach. Derzeit gibt es das Ganze auch bei Fab im Angebot. Die Taschen in Melonenform starten bei 250 Euro, die Kleider bei 850 Euro.

Es gibt Flatforms. Es gibt High-Heels. Es gibt Ballerinas. Alle haben eine besondere Sohle. Das macht sie aus. Manche Designer setzen bei der Sohlenwahl einfach nur auf eine bestimmt Farbwahl, denken wir nur an Louboutin und sein Rot. Andere Designer denken ganz anders und lassen den Träger auf Zähnen laufen. „Ich laufe auf dem Zahnfleisch“ kennen wir alle. Ich laufe auf den Zähnen noch nicht. Fantich & Young haben auf dieses Model gesetzt und es 2010 erschaffen. Ob die Schuhe zum Verkauf stehen? Nein. Zähne sind wohl schön hart und halten einiges aus, aber das hier listet man besser unter dem Begriff Kunst.

Die ein oder andere Frau läuft auch mit normalen High-Heels so. Der Po wird zu weit nach hinten gestreckt. Die Knie nicht mehr durchgestreckt. Ein Eiertanz der Eitelkeit findet statt. Aber das ist egal. Hauptsache hoch. Hauptsache speziell. Leanie van der Vyver spielt in dem Experiment mit den Beauty-Idealen, bringt aber eine Komponente der Imperfektion ins Spiel. Die High-Heels werden verkehrt herum getragen. Die Protagonisten kann sich kaum fortbewegen. „Scary Beautiful“ erschreckt und bewegt uns dazu, nur noch flache Schuhe zu tragen.