
Das Herz eines Vegetariers wird bei diesem Anblick nicht unbedingt höher schlagen. Fleischesser und solche die es werden wollen, können in den USA “butchering classes” besuchen und drauf los schlachten.
Die Kurs-Philosophie: Dem Tier durch eigenhändiges Zerlegen vor dem Verzehr die letzte Ehre erweisen! Macht das Sinn? Fühlt sich das tote Schwein dann besser? Oder doch nur der Verzehrende? Eine engere Verbindung zum zubereiteten Schnitzel will ich nicht abstreiten. Manch einer lernt so überhaupt erst, dass Schnitzel aus Schwein gemacht wird.
Aber mal im Ernst: Hätten die Fleischesser unter euch Interesse an so einem Kurs? Ich kann mir solch ein gemeinschaftliches Schlachtritual vor dem Essen nicht vorstellen. Andererseits schnibbeln bei der Salat-Zubereitung auch alle gemeinsam um die Wette.













Oben verlinkt findet sich das Mixxt zu der von mir initiierten Veranstaltung Porkcamp. Ratet mal, was wir da machen….
haha, würde mich ja mal interessieren wie viele von den “fleischfressern” nach so einem kurs zu den vegetariern wechseln…?
Coole Idee.
Der richtige Umgang mit einem Messer und einem Stück Fleisch ist eine Kunst – wäre sofort dabei.
Ich finde es auch unter dem Aspekt eine gute Sache, dass die Leute mal sehen, wo das her kommt, was sie auf dem Teller haben. Vielleicht würden die Menschen von Haus aus weniger Fleisch essen, wenn sie sich wirklich bewusst wären, was genau getan werden muss, dass sie ihr Schnitzel auf dem Teller haben. Evtl. auch ein Weg gegen die Massentierhaltung? Ich mag selber sehr gerne Fleisch und finde den Ansatz mit “der letzten Ehre” gar nicht so schlecht.
Naja, so weit muss man gar nicht reisen um einen netten Metzgerkurs zu machen. In Londn geht sowas auch und zwar bei dem scheinbar besten Metzger weit und breit. Dem Ginger Pig Da wird einem erst mal erklärt, was für Tiere dort verkauft werden, wie sie leben, was sie essen und dann werden Schweine, Rinder, Lämmer zerlegt und man kann auch ein Teil selber mit nach Hause nehmen. Der Kurs hat mir echt Spass gemacht. Eigentlich müsste sowas auch mal an einer Volkshochschule angeboten werden, damit man es wöchentlich machen kann
ich finde die idee auch gut. grade weil das, was im supermarkt in der fleischtheke liegt, oft so steril aussieht, dass es auch grade so gut von einer maschine erzeugt worden sein könnte. dem jüngeren sohn meines mannes ist nicht wirklich klar, dass die putzigen kleinen schweine mit der drollige frisur bei oma im stall und die kalten, blassrosa  dinger, die in der pfanne so gut riechen, in einem ursächlichen zusammenhang stehen. und dass man den drolligen schweinchen weh tun muss, um an die leckeren dinger für die pfanne ranzukommen. also theoretisch weiß der junior (mit 15 lenzen) das schon, aber praktisch reflektiert er es eben nicht.
blöd nur, dass solche kurse i.d.r. eh nur von den leuten besucht werden, die ohnehin schon einen grundrespekt vor ihrer tierischen nahrung mitbringen. das “fleisch (und wurst und fischstäbchen und frikadelle-rot-weiß) ist mein gemüse”-volk erreicht man damit wieder mal nicht.