
Was macht man an einem Sonntagabend? Genau, Kino. Nach reiflicher Recherche und Abwegung der Stimmung musste eine Entscheidung zwischen Hachiko und 2012 fallen. Sicher nicht die besten Filme, die gerade zur Auswahl stehen, aber was soll man machen. Wir entschlossen: Wir haben Lust zu lachen.
Roland Emmerich hatte vielleicht andere Gefühlsregungen seines Publikums erwartet, aber dieser Film ist einfach zu absurd, zu bombastisch und zu dramatisch als das man ihn ernst nehmen kann. Wie die Mayas bereits vor langer Zeit vermuteten, geht die Welt im Jahre 2012 unter. Durch heftige Sonneneruptionen verstärkt sich die Zahl der auf die Erde eingehenden Neutrinos. Diese erhitzen den Erdkern. Die Erdkruste beginnt zu schmelzen und es kommt zur Verschiebung der tektonischen Platten, was natürlich Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche hervorruft. Soweit so gut.
Dann gehts los. Die ersten heftigen Erdbeben erschüttern die USA. Riesige Donut-Reklame-Schilder rollen über die Straßen, gigantische Krater reißen auf und John Cusack rettet seine Familie erst mit einer Limousine, später mit einem kleinen Flugzeug, dann mit einem riesigen Flugzeug, natürlich immer kurz bevor der Krater sie verschlingt oder der ausgebrochene Yellowstone-Vulkan die Familie in Schutt und Asche legt. Die führenden Mächte der Welt lassen riesige Archen im Himalaya bauen um zumindest einen Bruchteil der Weltbevölkerung vor den zerstörerischen Kräften der Natur zu retten. Auch dahin schafft es diese Familie in letzter Sekunde nach einer Notlandung mit dem riesigen Flugzeug auf einem Gletscher. Parallel wird das weisse Haus von einem riesigen Zerstörer namens John F. Kennedy platt gewalzt, der auf einer monströsen Welle nach Washington DC gespült wurde. Elefanten und Giraffen werden durch den Himalaya getragen. Die Air Force One rammt eine Arche und spätestens als die Arche kurz davor steht mit dem Mount Everest zu kollidieren, liegt man geschüttelt vor Amusement unter dem Kinosessel. Man bekommt also gar nicht mehr mit, dass die Archen später auf das gelobte Land Afrika zusteuern, welches fast unversehrt bleibt, da sich die afrikanische Platte angehoben hat. Ich wurde köstlich unterhalten. Danke, Roland.
Angie kam übrigens ganz gut weg. Sie wurde von Merrilyn Gann gespielt.














Witzigerweise war ich am Sonntagabend auch in diesem Film. Und ich teile Eure Meinung. Der Film war zu viel, zu bombastisch und zu amerikanisch.
Warum müssen sich die Chinesen, die Japaner und die Russen eine Arche teilen und die Amerikaner haben eine eigene? Und NATÜRLICH opfert sich der Ami-Präsident. Aber der italienische Premierminister??? Völlig unrealistisch!
[...] 2012 – Lange nicht mehr so gelacht. [...]
Ich bin Mod in einem Forum und wir haben seit einigen Wochen ständig Fragende, die wissen wollen, ob die Welt tatsächlich 2012 untergehen wird.