Unsere Liebe für die Kunst von Spencer Tunick haben wir schon einmal zum Ausdruck gebracht. Der Künstler versammelt gerne viele Menschen vor seiner Linse, stellt sie eng beieinander und lässt sie so vor der Kamera posieren, wie Gott sie geschaffen hat. All die nackte Haut verschmilzt oft zu einer Gesamteinheit, das einzelne Individuum ist nicht mehr unbedingt ausmachbar und der Nacktheit haftet nichts Besonderes an. Jeder ist gleich. Die Designerin Mara Hoffmann hat nun ein Motiv von Spencer Tunick in ihre Bademodekollektion integriert, was irgendwie absurd ist. Den Badeanzug trägt man, um seine primären und sekundäre Geschlechtsteile zu verhüllen. Diese verhüllt man aber wiederum mit nackten Menschen. Sprich auf die nackte Haut kommt Stoff mit nackter Haut. Irgendwie ist es nicht nur absurd, sondern auch interessant. Wer wissen will, wie es sich anfühlt sich mit nackten Menschen zu schmücken, kann sich die Bademode hier für 300 Dollar bestellen.

“Fashion designer Mara Hoffmann teamed with co-curators Michelle Tillou of Kinz + Tillou Fine Art and Jacqueline Nguyen in selecting five artists with whom to collaborate in creating a limited edition swimwear collection. The project was exhibited in a special roving retail pop-up installation with a vintage 1964 Airstream Trade Wind and 9-ft traditional tepee constructed from one of Hoffman’s prints. The venture was launched during Miami art week, December 1 – 4, at Pulse Contemporary Art Fair and the Mondrian South Beach hotel.”













