Wir haben Elite-Partner, E-Darling und all die anderen Services, die uns unseren Traumpartner offerieren. Natürlich verbunden mit einem großen Persönlichkeitstest und allem was dazu gehört. Magst du Schokolade? Gehst du gerne wandern? Liebst du Vögel? Blablabla. Wenn man besagt gefundene Person dann trifft, läuft es manchmal ganz gut. Man trifft sich ein, zwei Mal – dann herrscht auf einmal Funkstille. Frau ist irritiert, sucht die Fehler nur bei sich, fällt immer wieder auf die Fresse und stopft Unmengen von Junkfood in sich rein. Damit das nicht mehr passiert, die Selbstzweifel ausgeschaltet werden können, gibt es nun „Wot Went Wrong“. Eine Seite, auf der man sich beispielsweise von seinem Date oder seinem Ex bewerten lassen kann. Tipps, Analysen und negative Verhaltensmuster sollen aufgezeigt werden, damit es bei dem Nächsten besser klappt. Ganz ehrlich – wer hat schon Lust nach einem schlechten Date oder einer gescheiterten Beziehung noch Rechenschaft abzulegen? Vor allem digital! Sagt man nicht eh immer das Gleiche a la „Ich muss mich gerade selber finden“. „Nein, du bist toll, aber ich will gerade keine Partnerschaft“. Möchte man wirklich lesen „Du hast unheimlich genervt und deine Stimme ist zu hoch“. Oder „Dein Foto hat dir sehr geschmeichelt, aber etwas Photoshop würde dir auch im realen Leben gut tun“. Aber vielleicht tut es dem ein oder anderen gut, seinen Ex oder das Date mit Fragen zu quälen. Jeder ist sich selbst am nächsten. Nehme keine Rücksicht auf die anderen.

Skurriles

Wir teilen viel mit unseren Freunden. Was wir gerade essen. Was wir mögen. Welches Video wir entdeckt haben. Welches Tier besonders putzig ist. Manchen Freunden erzählen wir auch, wann und wie wir Sex hatten. Wollen wir diese Infos auch mit der breiten Masse teilen? Uns mittels eines QR-Code in den Geschlechtsverkehr einloggen? Die Idee ist ähnlich aufgezogen wie Foursquare. „Where Did You Wear It“ hat QR-Codes auf Kondome gedruckt. Mittels des QR-Codes kann ich mich einchecken, erzählen wo ich den Verkehr vollzogen habe und wie es war. Und wollen wir alles das wissen? Nein. Social sein ist fein, aber hier geht das Ganze etwas zu weit. Geschützter Verkehr ist auch gut, aber trotz alledem will man daran nicht jeden teilhaben lassen.

Lebenswertes

Als Berliner Göre schlägt das Herz gleich schneller, wenn man alte Fotografien aus West Berlin in die Hand bekommt. Der Tumblr Westberlin konzentriert sich voll und ganz auf meine Heimatstadt, zeigt Videos wie auch Bilder, die bis in die 40er Jahre zurück gehen, illustriert das alte Stadtleben und führt uns an Orte, die wir fast vergessen haben. Wie oft ich beispielsweise an den drei Schornsteinen vom Heizkraftwerk Berlin-Wilmersdorf vorbei gefahren bin, kann ich nicht mehr an zwei Händen abzählen. Für Berliner, alle Zugezogenen und Berlin-Liebhaber ein wunderbar emotionaler Foto-Tumblr.

Es gibt Tiere, die haben so doll Angst vorm Arzt, so dass sie bei Herrchen und Frauchen auf den Arm springen. Egal, wie groß sie sind. Kalb wie auch Minihund ergreifen die Flucht in die Höhe und schauen ängstlich weg. Dann gibt es Katzen, die in einer Telenovela mitspielen. Schön gedubbed werden ihnen Worte in den Mund gelegt und das ist das Witzigste, was wir seit langem gesehen haben. Witzig ist auch die Interpretation mit Quitschekatzen von „Somewhere Over The Rainbow“. Die Version gefällt uns besser als die Marusha-Version. Zu guter Letzt gibt es noch das neue Gotye-Video „Easy Way Out“, in der eine Katze verbrennt. Nein, keine echte.

For Free

Converse kredenzt uns ein weiteres Mal ein Lied for free. Im Rahmen des „Three Artists. One Song.“-Projekts gibt es diesmal „DoYaThing“ von den Gorillaz gemeinsam mit James Murphy von LCD Soundsystem und Andre 3000 von Outkast. Bereits im Sommer 2010 versammelten sich Kid Cudi, Rostam Batmanglij von Vampire Weekend und Bethany Cosentino von Best Coast vor dem Mikro und sangen das wunderbare „All Summer“ ein. Ein Jahr später gab es Bernard Sumner (New Order/Joy Division), Alexis Taylor und Joe Goddard von Hot Chip und die gaben sich mit „Didn’t Know What Love Was“ die Ehre. Nun geht es blubbernd weiter. Im typischen Gorillaz-Stil gibt es einen gelangweilten Damon Albarn, der über Frogger-Geblubber singt. Im Refrain kommt Andre 3000 zu Zuge und ja, das macht Spaß. Nächste Woche wird das Ganze noch visuell in Videoform untermalt. Heute gibt es „nur“ den Freesong für uns auf Converse zum Download. Parallel zum Song hat Gorillaz-Co-Schöpfer Jamie Hewlett für Converse exklusive Drucke mit den Gorillaz-typischen Grafik-Designs entworfen.

Skurriles

Lindsey Degen hat uns bereits 2009 mit ihren ausgeschnittenen Brüsten zum Schreiben gebracht. Damals gab es ein Shirt, wo Löcher auf Brusthöhe hinein geschnitten wurden. Nun gibt es weiterführende Modelle in Strick. Mal präsentiert uns die Designerin Hängebrüste, mal Penisse. Immer ist das alles schön explizit, aber nicht unbedingt tragbar. Brüste sind von Natur aus wohl nicht unbedingt gleich groß, solch einen Größenunterschied haben wir aber noch nie zu Gesicht bekommen. Mehr Infos zu Lindsey Degen und ihrer Genitalmode findet ihr auf ihrer Seite.

Früher mochte ich keinen Frauengesang. Es gab nur wenige weibliche Künstlerinnen, die ich wirklich gut fand, was vielleicht auch daran lag, dass ich eine zeitlang fast ausschließlich BritPop hörte und das Genre von Männern dominiert war. Kate Bush hörte ich immer gerne, Stevie Nicks war immer die verrückte Hexe mit der Wahnsinnsstimme für mich. Seit einigen Jahren hat sich das Blatt gewendet und wenn ich mir meine derzeitigen Lieblingstracks anschaue, dann stammen sie fast ausschließlich von Frauen. Beispielsweise von New Look aus Kanada, von Azealia Banks aus NYC oder von iamamiwhoami aus Schweden. Taufrisch ist das alles nicht, aber erwähnenswert immer.