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„Nakamarra“ von der australischen Band Hiatus Kaiyote versprüht für uns Wohlbefinden pur. Es hüllt uns federleicht ein, wiegt uns vier Minuten durch den Raum und zaubert uns ein kleines Lächeln auf das Gesicht. Hier kann man einfach einmal das Wort mit fünf Buchstaben verwenden: Liebe! Mehr Musik gibt es nach dem Klick – u.a. mit Liedern von 2:45, die uns musikalisch an PJ Harvey erinnern. Mit den Dum Dum Girls und ihrer tragisch schönen Melancholie. Und mit Trails and Ways, die uns mit verspieltem Zweigesang an die Hand nehmen.

Rick Astley hielt als Aprilscherz für YouTube her, wurde immer wieder mit seinem Lied „Never Gonna Give You Up“ verlinkt und erhielt 2008 sogar den Preis „Best Act Ever“ bei den MTV Europe Music Awards – 21 Jahre nach der Veröffentlichungen seines Hits. 2009 sahen wir ihn sogar live und ja, er ist ein großer Entertainer, der sich für Späße jeglicher Art nicht zu schade ist und den wir sehr schätzen. Nun wurde dem Cast von Mad Man die Worte von Rick Astley bzw. vom Produzententeam Stock / Aitken / Waterman in den Mund gelegt und auch das macht Spaß.

Unsere neuen Lieblingslieder riechen verdammt nach Sommer. Da gibt es Passion Pit mit Vocoder und kitschig verhangenen rosa Wölkchen bei „Constant Conversations“. Tame Impala singt im Highpitch und klingt leicht psychedelisch. MGMT lassen grüßen. Haim setzen mitunter auf Dreigesang und erinnern irgendwie an die Wilson Phillips, was nicht negativ sein muss. Alabama Shakes macht das, was der Name verspricht. Der Sound riecht nach Motown, klingt nach Soul und lässt einen nicht unbedingt ruhig in der Ecke sitzen.We like!

Musik und Pornos passen einfach zusammen. Das weiß man einfach. Aikiu sind nicht die ersten, die auf Frequenzen aus solchen Filmen zurückgreifen. Flying Lotus haben das schon getan bzw. Bands wie Blink 182 lassen Pornstars auch gerne im Video auf und ab laufen. Und warum schreiben wir jetzt überhaupt darüber? Weil wir uns immer wieder daran erfreuen, wenn subtil verschwommen Bilder aufbereitet werden und nicht alles gleich offensiv blank legen.

Früher mochte ich keinen Frauengesang. Es gab nur wenige weibliche Künstlerinnen, die ich wirklich gut fand, was vielleicht auch daran lag, dass ich eine zeitlang fast ausschließlich BritPop hörte und das Genre von Männern dominiert war. Kate Bush hörte ich immer gerne, Stevie Nicks war immer die verrückte Hexe mit der Wahnsinnsstimme für mich. Seit einigen Jahren hat sich das Blatt gewendet und wenn ich mir meine derzeitigen Lieblingstracks anschaue, dann stammen sie fast ausschließlich von Frauen. Beispielsweise von New Look aus Kanada, von Azealia Banks aus NYC oder von iamamiwhoami aus Schweden. Taufrisch ist das alles nicht, aber erwähnenswert immer.

Es kommt selten vor, dass ich Lieder sofort auf Auto-Repeat setze, wenn ich sie zum ersten Mal gehört habe. Das liebevolle Genuschel von Grimes, die Stimme von weit weg, das stetige Geblubber und das einsetzende Klavier am Ende verzücken mich aber so sehr, so dass die Zehnermarke beim Hören bereits erreicht ist. „Genesis“ ist zerbrechlich schön und holt mich perfekt ab mit seinen seichten Synthie-Passagen. Das komplette Album „Visions“ erscheint voraussichtlich am 12.3.2012.

3iO – Let Forever Be by Hell Yeah Recordings

Ich liebe Coverversionen. Gut Gemachte umso mehr. „Groovejet“ von Spiller in diesem Jazz-Gewand zu hören, finde ich unheimlich erfrischend. Für „Born Slippy“ von Underworld brauche ich noch stärkere Jazznerven. „Let Forever Be“ von den Chemical Brothers hingegen hebt meine Stimmung ungemein. Vielleicht wird das mein Einstieg in den Jazz. Wer weiß. Das ganze Set von 3iO findet ihr hier.

Nackig durch die Gegend zu laufen ist nichts Neues. Matt & Kim haben es gemacht. In New York. Die Jungs von Yeasayer auch. Nun wird im neuen Video von Jeans Team blank gezogen, ein wichtiges Accessoire bleibt dabei aber immer an – das Bomberjäeckchen. Das Bomberjäeckchen verdeckt niemals den Po, zeigt uns alle Schwingungen im Genitalbereich und während die Akteure am Frankfurter Tor, im Einkaufszentrum Alexa und an anderen Stellen der Stadt leicht bekleidet durch die Gegend ziehen, packen sie sich selbst mitunter weg und erhaschen das ein oder andere verdutzte Gesicht. Das war zu erwarten. Das Lied an sich dreht sich natürlich auch um das Jäckchen, das bitte nie wieder in Mode kommen wird.

Auch wenn die fetten Tage noch vor uns liegen und all die Geschenke ausgepackt werden wollen, wagen wir bereits jetzt den Rückblick auf das Jahr 2011. Musikalisch. Und zwar gemeinsam mit tape.tv und rund 40 anderen Bloggern. Hier könnt ihr den Channel Best Of 2011 von tape.tv finden, wo zum einen die Tape-internen Top 10 und die Blogger-Top 20 gelistet sind. Unsere Top 10 findet ihr nach dem Klick. Wir sind gespannt, ob unsere Videos ihren Platz in den Top 20 gefunden haben. Viel Spaß beim Durchklicken und Hören!

Als Florence Welch vor zwei Jahren auf der Bildfläche erschien und uns Lieder wie „Kiss With A Fist“ oder „Girl With One Eye“ präsentierte, waren wir begeistert. Hier paarte sich Humor mit kruden Geschichten. Hier wurden wir in eine „Alice in Wunderland“-Welt entführt, wo es bunt war und wo Florence Welch mitunter wie eine Fee durch ihre eigene kleine Welt sprang. Vorwiegend ging es auf „Lungs“ ruhig zu, die Stimme trug die Songs und so ist es auch auf dem neuen Album „Ceremonials“. Die Lieder wirken noch epochialer, es wird mitunter noch reduzierter an das Arrangement der Songs herangegangen und eine ganz bestimmte Stimmung durchzieht das Album, die manchmal von Streichern unterstützt und manchmal einfach nur durch die Stimme von Florence Welch getragen wird. Der Zweitling von Florence & The Machine ist gelungen und während Frau Welch sich mittlerweile im Modezirkus integriert, von Karl Lagerfeld als musikalischer Gast zur Chanel-Show geladen wird, wirbelt sie wie eine junge Kate Bush durch die musikalischen Hemisphären und entzückt uns abermals. Nach dem Klick geht es zum Albumplayer und ihr habt die Chance, „Ceremonials“ bei uns zu gewinnen. Insgesamt verlosen wir drei Exemplare. Hinterlasst einfach bis zum 6.11.2011 einen Kommentar.