Tag

Berlin

Browsing

Einhorn hier, Einhorn da. Seit Ritter Sport mit der Einhornschokolade ihre eigene Seite für mehrere Tage fast zum Erliegen gebracht hat, setzen viele andere auf das Fabelwesen als Verkaufsschlager. Als Wurst darf das Einhorn herhalten. Für den Po ist es auch wie gemacht. Toilettenpapier mit All-Over-Print und Zuckerwattedurft darf in keinem Bad mehr fehlen. Die Liste ist beliebige fortführbar, aber wir wollen nur eine Variante: den Freakshake.

Just in diesem Moment kommt das gescannte U-Bahnnetz von Berlin aus dem Jahr 1948 gerade recht um die Ecke. Mit meiner Heimatstadt Berlin beschäftige ich mich dank Ulrike Sterblichs „Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt – Eine Kindheit in Berlin (West)“ wieder ausgiebig und bade mich mit Freunden in Erinnerungen. Der kleine Ausschnitt aus 1948 symbolisiert die stetige Veränderung in der Stadt. Von einem U-Bahnhof zwischen der Warschauer Straße und dem Schlesischen Tor mit dem Namen Osthafen habe ich noch nie etwas gehört und als ich meine ersten Schritt in West-Berlin gegangen bin, war die U6 schon komplett bis Alt-Mariendorf ausgebaut und die U8 bei meiner Oma ging nicht nur bis Leinestrasse, sondern bis zur Hermannstrasse. Dass der Südstern mal Gardepionierplatz hieß, ist mir auch neu. Solch Information sauge ich gerade auf und freue mich deshalb umso mehr über das gescannte Netz.

Meteor-Einschläge gibt es immer wieder. Zumindest in Actionfilme. Die Aufregung ist immer groß, das Ausmaß kaum überschaubar. Zum Ende wird immer alles gut. In der Realität sieht das anders aus. Jüngst ist in der russischen Region Tscheljabinsk im Ural ein Meteorit eingeschlagen. Beziehungsweise nicht eingeschlagen, sondern in 10.000 Meter Höher explodiert, was zum Zerbersten von Fensterscheiben führte und ein Metoritenregen in Form von Feuerbällen ausgelöst hat. Wünschen tun wir uns so etwas in Deutschland nicht, aber mit der App Action Movie FX haben wir heute Vormittag nachgestellt, was passiert, wenn ein Meteorit ins Springer Gebäude einschlägt. Boom, und weg war der Neubau!

Es ist ein weiteres Mal soweit. Und diesmal wird das Ganze weitaus professioneller aufgezogen als im ersten Jahr. Die Hipster Olympiade kehrt zurück und auch in diesem Jahr gibt es wieder Röhrenjeans-Tauziehen und Club-Mate-Kisten-Wettrennen. Während sich die vermeintlichen Hornbrillenträger samt Jutebeutel am Postbahnhof ab 12 Uhr in Teams versammeln, können alle Schaulustigen dem Spektakel beiwohnen, sich belustigen oder sich einfach am Jutebeutel-Sackhüpfen erfreuen. An sich müsste die Teilnehmerzahl in diesem Jahr extrem in die Höhe schnellen, verbreitet sich der Hipster doch inflationär doll in Berlin. Ein Team besteht aus 3-5 Personen, anmelden kann sich jeder mit den richtigen Voraussetzungen hier. Sprich wenn du einen Schnauzer oder einen Vollbart trägst, Club Mate konstant in der Hand hälst, Skinny Jeans liebst, Wayfarer-Brillen toll findest und bei Mutti ausm Schrank alte Jutebeutel klaust, dann solltet du dich jetzt angesprochen fühlen.

Gina Pimpette macht ne Party und ja, wir freuen uns sehr, mit auflegen zu dürfen. Wir „firmen“ unter Beta Beat und versuchen uns gemeinsam mit Ben vom Inez Pinez DJ-Team in Indie, 80er und Dancemusik. Was das in etwa bedeutet, seht ihr nach dem Klick. Die Party „What is Geld“ findet am 16.3. im What-Club in Berlin statt, ab 23 Uhr packen wir CDs aus Hüllen und in die Decks. Neben uns gibt es noch Musik von diversen Audiolith-Leuten, von Yessica Yeti, der uns schon auf diversen Bad Taste Parties gequält hat und von meinem werten Freund Nosed, der mit Botev echtes Vinyl in die Hand nimmt. Eintritt: 5 EUR.

Als Berliner Göre schlägt das Herz gleich schneller, wenn man alte Fotografien aus West Berlin in die Hand bekommt. Der Tumblr Westberlin konzentriert sich voll und ganz auf meine Heimatstadt, zeigt Videos wie auch Bilder, die bis in die 40er Jahre zurück gehen, illustriert das alte Stadtleben und führt uns an Orte, die wir fast vergessen haben. Wie oft ich beispielsweise an den drei Schornsteinen vom Heizkraftwerk Berlin-Wilmersdorf vorbei gefahren bin, kann ich nicht mehr an zwei Händen abzählen. Für Berliner, alle Zugezogenen und Berlin-Liebhaber ein wunderbar emotionaler Foto-Tumblr.

Wie jedes Mal sind wir gemeinsam mit Susanna von WeLaik über die Bread And Butter Berlin gezogen, haben uns mit Getränken an diversen Ständen versorgen lassen, salziges Popcorn genascht, fremden Leuten auf das Hinterteil und die Schuhe gestarrt, Hostessen in Slips fotografiert und coole Omis vor die Linse bekommen. Neben Vagabond, flip*flop, Rubber Duck und New Era haben wir den Stand von Melissa genauer unter die Lupe genommen und dort unsere neuen Lieblingsschuhe gefunden. „Wonder Woman“ gibt es jetzt auch bei Melissa, gegen unsere Reebok-Wonder-Woman-Sneaker stinken sie aber etwas ab. Mehr zu den einzelnen Kollektionen findet ihr die Tage auf ChuhChuh.

Habt ihr auch so viel Schrott zu hause rumfliegen wie wir, den ihr schleunigst los werden wollt? Habt ihr auch keine Lust, euch den Po in der Kälte auf dem Flohmarkt abzufrieren? Wollt ihr lieber gemütlich im White Trash in Berlin einen Biertisch euer eigen nennen und eure Habseligkeiten darauf ausbreiten? Und das gerne für lau? Dann hinterlasst uns  bitte bis zum 22.01.2012 einen Kommentar. Wir verlosen einen Tisch und Gina Pimpette kredenzt euch noch ne Bloody Mary oben drauf. On Top gibt es noch musikalische Untermalung von Orchestre Miniature In The Park und Musik vom Band von Supermarket Action Team. Wie hört sich das für euch an?

Das Kreuzberg-Video aus dem Jahre 1979, das rund um das Schlesische Tor in Kreuzberg gedreht wurde, haben wir uns mehr als einmal angeschaut. Es hat uns emotional einfach richtig gut abgeholt. Beim wiederholten Anschauen ist uns wieder das Buch von Peter Frischmuth in den Sinn gekommen. Peter Frischmuth hat ebenfalls versucht, die Geschichte von Kreuzberg zu dokumentieren. Im Jahr 1982 zog er erstmals mit seiner Kamera los und fing Stimmung wie auch Lage auf Film ein. Rund 25 Jahre später unternimmt er die gleiche Tour noch einmal und kehrt auf seine Spuren zurück. Die Mauer ist mittlerweile weg und der Bezirk rückt immer mehr ins Zentrum von Berlin. Die Momentaufnahmen aus 1982 und 2006 werden im Buch direkt gegenüber gestellt und faszinieren. Wer sich ein Bild von Kreuzberg in den 80ern und heute machen will, den Vergleich schätzt, der ist mit dem Buch „Berlin Kreuzberg SO36“ bestens bedient.

Nackig durch die Gegend zu laufen ist nichts Neues. Matt & Kim haben es gemacht. In New York. Die Jungs von Yeasayer auch. Nun wird im neuen Video von Jeans Team blank gezogen, ein wichtiges Accessoire bleibt dabei aber immer an – das Bomberjäeckchen. Das Bomberjäeckchen verdeckt niemals den Po, zeigt uns alle Schwingungen im Genitalbereich und während die Akteure am Frankfurter Tor, im Einkaufszentrum Alexa und an anderen Stellen der Stadt leicht bekleidet durch die Gegend ziehen, packen sie sich selbst mitunter weg und erhaschen das ein oder andere verdutzte Gesicht. Das war zu erwarten. Das Lied an sich dreht sich natürlich auch um das Jäckchen, das bitte nie wieder in Mode kommen wird.