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Seit rund einem halben Jahr ist Ryan Gosling in aller Munde. Zumindest bei uns im Freundeskreis. Es wird diskutiert, ob er nun wirklich mit Eva Mendes zusammen ist. Es wird diskutiert, wer ihn theoretisch haben dürfte und seit gestern trete ich von diesem Anspruch gerne zurück. Nicht weil er mir in „Drive“ nicht gefallen hat, sondern weil er mit seinen kleinen Knopfaugen immer nur zwei Gesichtsausdrücke zustande kriegt. Entweder den lethargischen Blick ins Nichts oder den verliebten Blick, wenn er seine Nachbarin erspäht. Dass mich ein Tarantino-Feel-Like-Film erwarten wird, war mir zuvor nicht klar. Somit musste ich mich zurückhalten nicht zu laut zu lachen, wenn Ryan wie eine Furie auf seine Kontrahenten losgeht.

Als ich E.T. das erste Mal sehen durfte, habe ich zum Ende hin ganz doll mit meiner Mutter geschimpft. Unter Tränen. Das war der traurigste Film den ich je in meinen jungen Jahren gesehen hatte und warum ich ihn sehen durfte, konnte ich nicht recht verstehen. Heulen ist nicht gut. E.T. verabschieden auch nicht. Heute stehe ich dem Ganzen etwas entspannter gegenüber. E.T. kann ich mittlerweile wieder sehen – ohne zu weinen. Aber wenn ich dieses Bild aus der aktuellen Ausstellung „New Idols“ von Franceso de Molfetta sehe, dann kommen all die Gefühle von 1984 wieder in mir hoch. E.T. und ich gesellen uns heute einfach nur nebeneinander. Er hat die Taschentücher schon mitgebracht.

Wer zur Zeit nicht darauf aufmerksam wird, dass ein neuer Robin Hood Film in den Kinos läuft, geht definitv mit geschlossenen Augen und Ohren durchs Leben. Ganz Berlin ist zugekleistert mit Werbeplakaten und Radiospots laufen auf allen Kanälen. Da kommt doch der gemeine Blockbuster-Junkie auf die Idee sich diesen Streifen anzuschauen. Und was hat er davon? Doppelte Überlänge zu stolzen Preisen und ein grobschlächtiger Russell Crowe im Kettenhemd!

Eigentlich nehmen Editorials auf dieser Seite keinen all zu großen Stellenwert ein. Wenn der dicke grüne Shrek aber wieder auf die Leinwand zurück kehrt und seine Märchenwelt für Erwachsene öffnet, dann bin ich zumindest entzückt und freue mich über diese Fotos aus dem VMAN, die von Ellen von Unwerth fotografiert wurden und styleseitig durfte Nicola Formichetti ran. Jener Mann, der Lady Gaga gaga macht. Herrlich. Schaut euch nur einmal an, wie wohl sich der Esel mit der Dame auf dem Bild fühlt. Und Shrek flirtet. Oder doch nicht? Und wie fett ist eigentlich der Kater geworden? Ab Mai läuft der vierte Teil in den Staaten an.

Während alle gerade auf der Alice Im Wunderland Welle surfen und jeden erdenklichen Artikel auf den Markt bringen, freuen wir uns über die Bilder vom Fotografen Marc Da Cunha Lopes. Die sind nah an der Materie von Tim Burton dran, aber noch viel eigenwilliger und viel trotziger. Das kleine Mädchen und die Ratte richten so einiges nur durch Mimik aus und auch wenn wir die Bilder zum neuen Film beeindruckend finden und Tim Burton wie auch die Geschichte sowieso lieben, so hinterlassen diese Bilder viel Eindruck bei uns.

Wer gerne wissen möchte wo Diplo seine Ideen für sein jüngstes Projekt Major Lazer her hat, dem empfehlen wir heute um 20.00 Uhr ins Haus der Kulturen in Berlin zu schlendern. Dort wird zum zweiten Mal binnen einer Woche die Doku „Favela On Blast“ gezeigt und Mr. Diplo himself war an den Dreharbeiten beteiligt. Hier geht es um den Baile Funk aus Brasilien, der seinen Ursprung im Miami Bass hat und mit brasilianischen Rap gesäumt wird. Das hier ist eine Doku, die wohl viele Fragen offen lässt, nicht besonders tiefschürfend ist, aber trotz alledem unterhalten kann und viele bebende Körper beherbergt.

Diese Bento-Boxen finde ich arg reizend. Wenn ich nicht schon so alt wäre und meine Mutter noch verantwortlich für meine Lunchbox sein müsste, dann würde ich ihr täglich die Bilder vor die Nase halten und sie indirekt zwingen, mir auch solch eine Box zu machen. Leider kriege ich das nicht mehr durchgesetzt. Darum mache ich mich demnächst wohl mal alleine dran und zauber mir bezauberndes Essen im „Wild Thing“ Stil. Essen werde ich das dann aber nicht, weil es viel zu süß ist. Hier geht es zum Tutorial.

Wie viele schöne Stunden hat uns Jim Henson in unserer Kindheit beschert? Wie gerne haben wir die Sesamstraße oder die Muppets gesehen? Waren wir uns damals jemals bewusst darüber, wie abgefahren verrückt Jim Henson ist? Nein, der Gedanke kam uns erst im Alter. Als uns klar wurde, wie absurd die Muppets und Co sind. Gerne haben wir all seine Shows. Das steht fest. Seine Charakteren lieben wir allesamt. Aber Jim Henson war ein Freak. Der Ausschnitt aus der Tonight Show mit Johnny Carson aus dem Jahre 1974 zeigt und unterstreicht das. Jim Henson lässt uns Teil seiner Welt werden, zeigt uns wie experimentell er war und lächelt uns dann lieb mit seinem Rauschebart an. Das muss man gesehen haben.

Darf man als erwachsene Person Monster noch toll finden? Monster, die gruselig lieb aussehen und einem das Herz erweichen? Die man jüngst für sich entdeckt hat und die in der Kindheit irgendwie an einem vorbeigegangen sind? Ja, man darf. „Where The Wild Things Are“ – zu deutsch „Wo die wilden Kerle wohnen“ – hat mich in Windeseile erobert, mich zum Lachen, fast zum Weinen gebracht. Spike Jonze hat mit der Verfilmung des Kinderbuches von Maurice Sendak Großes getan und mir einen wunderbaren Kinoabend in New York beschert. So viel Krawall, so tolle Monster, solch ein toller Soundtrack trotz Karen O von den Yeah Yeah Yeahs – „Where The Wild Things Are“ ist ein Meisterwerk mit viel Gefühl, einer klaren Message und unsagbar lieben Monstern. Meine Begeisterung für die Verfilmung kennt gerade keine Grenzen und darum geht es nach dem Link zum Trailer.