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Ich habe eine kleine Bulldog-Lampe in meiner Wohnung stehen, die vielen Leuten viel Freude bereitet. Für fünf Euro habe ich diese vor Jahren auf einem Flohmarkt erstanden. Die Lampen von dem Künstler Whatshisname gehen noch ein Stück weiter als meine kleine Dekolampe. Hier gehen die Hunde in die Hocke. Um die Lichtquelle zu aktivieren, muss man auf das Resultat – den Kackhaufen – treten oder greifen. Mal gibt es einen kleinen Haufen, mal einen Großen. Je nach Modell. Die Dogge scheint fast Mannshoch zu sein und schaut mit starrem Blick geradeaus. Ja, so kennen wir die kleinen Scheißer. Ob es Überwindung kostet, die Lampen an zuschalten? Wir sind uns nicht ganz sicher. Das erste Mal wird sicherlich komisch sein.

Hundekacke ist großer Mist. Gerade wenn man mit Turnschuhen unterwegs ist, die schöne Rillen unter dem Schuh haben. Die meisten Besitzer haben keinen Bock den Mist der kleinen Lieblinge aufzuheben – zumindest bei uns hier in Berlin – und so latscht man relativ regelmäßig in kleine bis mittelgroße Häufchen. Sneaker Freaker schafft nun Abhilfe. Entweder mit skizzierten Beispielen für Hunde, die da wären: einen Lolli oder einen Korken für den Po oder einen Permanent-Korb fürs Hinterteil, der jegliche Fäkalien auffängt. Oder mit der Versicherung für den Schuh. Wie die funktioniert, seht ihr nach dem Klick. Wir tendieren für das Eimerchen. Der Pudel sieht noch am glücklichsten aus.

Manchmal liege ich nachts wach und höre der Person an meiner Seite beim Schnarchen zu. Manchmal sitze ich vorm Rechner und kriege mich vor Lachen nicht ein. Schlafende und grunzende Tiere haben es mir angetan. Jedes Zucken, jede Bewegung wird registriert. Und am liebsten würde ich sie sofort platt kuscheln. So wie diese englische Bulldogge hier, die mich mit heraushängender Zunge, Augenzucken und Schnarchen zum Schmelzen bringt. Die Bulldogge auf dem Trampolin finde ich auch noch super. Die folgt nach dem Klick. Und E.T. finde ich auch super, weil E.T. Geräusche wie ein Mops macht. Und die schnarchende Person an meiner Seite finde ich auch super. Und jetzt haben wir genug von super.

Dass Hunde manchmal kleine Monster sein können, wissen wir. Dass manch ein Herrchen oder Frauchen seinen Liebsten gerne einmal kostümiert, wissen wir auch. Aber muss es denn gleich ein Dinosaurier-Kostüm sein? Die armen Hündchen sehen lächerlich dämlich aus. Das gewaltig große fehlt ihnen, dass sie laut schreien können, nehmen wir ihnen auch nicht ab. Aber ist es nicht gerade das Dämliche, was uns am Ende doch wieder entzückt? Zu kaufen gibt es die Kostüme für den Hund hier.

An einem Geburtstag vor einigen Jahren mussten all meine Gäste sich vor meiner Kamera positionieren und sich schütteln. Die Motive, die dabei um die Ecke gekommen sind, erfreuen mich heute immer noch. So schön waren meine Freunde noch nie. Mein Hund hat sich auch immer gerne geschüttelt. Vor allem wenn sie aus dem Wasser kam. Dann war sie trocken nach dem Schütteln und ich nass. Die Fotos von Carli Davidson wecken solch positive Erinnerungen in mir und die Hunde zaubern mir das größte Grinsen der Welt auf das Gesicht. Entgleiste Gesichtszüge gesellen sich zu herzallerliebsten Tieren, die trotteliger nicht aussehen könnten. Was für eine tolle Bilderreihe. Das komplette Set findet ihr hier.

Möpse an sich sehen schon witzig aus. Dafür brauchen sie überhaupt gar kein Kostüm. Ein dezenter Überbiss und das süße Schnaufen reichen aus, um mich zu verzücken. Wenn dann aber noch Hot-Dog-Kostüme, Spider-Man-Kostüme oder kleine Hüte hinzukommen, gluckse ich das ganze Video durch. Dass sich in Deutschland noch nicht der Trend zum „Mode-Hund“ durchgesetzt hat, verwundert langsam. Bei meinem letzten Besuch in New York hat der Golden Retriever ein Halstuch getragen, die französische Bulldogge ein Cappi und der Schäferhund einen Schnauzer, den er per Spielzeug an seinen Mund zaubern konnte. Im Big Apple wird spielerisch mit Hundemode gespielt und solang der Vierbeiner das Accessoire nicht sofort abstreift oder komplett am Rad dreht, scheint die Kostümierung für den kleinen Racker völlig ok zu sein.

Meistens sind es die hässlichen Hunde, die es uns besonders angetan haben. Wir würden sie nie als hässlich bezeichnen. Für uns sind es Charakterhund. Hunde, die mit ihrem Gesicht so viel ausdrücken können. Die dich treudoof anschauen, einen viel zu hohen Stop haben, schnarchen, stinken und immerzu sabbern. Englische und französische Bulldoggen haben es uns angetan. Der Boxer ist uns der Liebste. Wenn wir einen gut geschorenen Pudel sehen, jappsen wir kurz vor Freude. So wie bei den Bildern von Tim Flach, der uns jede einzelne Persönlichkeit eines jeden Hundes vermittelt. Gesammelt gibt es seine Werke alle in „Dogs“ zu finden.