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Kondom

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Kondome sind selten angenehm, noch machen sie viel Spaß bei der Interaktion. Benutzen müssen wir sie trotz alledem, vor allem wenn wir keinen festen Partner haben oder andere Verhütungsmittel nicht vertragen. Das Origami-Kondom ist das erste Kondom, das nicht aufgerollt ist und aus Silikon hergestellt wird. Der Erfinder gibt wieder, dass diese Art von Kondom angenehm für beide Partner sei und das es sich so anfühlt, als ob gar kein Kondom im Spiel wäre. Das hört sich alles gut an. Faszinierend finden wir vor allem die Form. Große Meister im falten waren wir nie, aber das Origami-Kondom weckt eine gewisse Neugier in uns. Leider wird dieses Produkt erst in 2015 auf dem Markt zugelassen. Wir harren dann einfach noch ein bisschen aus und versuchen einen Kranich aus Papier zu falten.

Wir teilen viel mit unseren Freunden. Was wir gerade essen. Was wir mögen. Welches Video wir entdeckt haben. Welches Tier besonders putzig ist. Manchen Freunden erzählen wir auch, wann und wie wir Sex hatten. Wollen wir diese Infos auch mit der breiten Masse teilen? Uns mittels eines QR-Code in den Geschlechtsverkehr einloggen? Die Idee ist ähnlich aufgezogen wie Foursquare. „Where Did You Wear It“ hat QR-Codes auf Kondome gedruckt. Mittels des QR-Codes kann ich mich einchecken, erzählen wo ich den Verkehr vollzogen habe und wie es war. Und wollen wir alles  das wissen? Nein. Social sein ist fein, aber hier geht das Ganze etwas zu weit. Geschützter Verkehr ist auch gut, aber trotz alledem will man daran nicht jeden teilhaben lassen.

Wer hätte gerne ein Gewitter auf seinem Glied? Mit Blitz und Donner? Oder ein Feuerwerk mit ganz vielen Flammen? Wer mag es eher etwas poppiger und tendiert zur PopArt? Oder zum Leomuster für das Tier in dir? Den Holzhammer hätten wir auch noch im Angebot und ganz ehrlich – warum designt man solche Kondome? Man kann zwar schöne Wortwitze daraus bilden, das Motiv versinkt doch aber eh in der Versenkung und uns ist es egal, wie das Kondom aussieht. Hauptsache es ist da.

Wer sein Hütchen nicht ordentlich überstreifen will, hat keine Chance bei den Frauen. Die rennen dann nur weg, man selbst ist außer Atem und der Kopf hängt tief. So in etwa skizziert der Film mit all den Toilettenbildern den Weg zur Interaktion zwischen Mann und Frau. Wenn man nicht „hören“ will, dann ist Frau weg. Die Beine werden wieder geschlossen, der Mann hängt traurig in der Ecke herum. Was für ein gelungenes Filmchen das doch ist.

Wenn das nicht mal nach Spass aussieht. Während es Kondom-Spots gibt wo Hella von Sinnen quer durch den Supermarkt nach dem Preis der Kondome schreit, besinnen sich Durex und ihre Kreativagentur auf das Rammeln und auf Tiere. Bastel dir ein Tier aus Ballons. Lasse erst zwei miteinander spielen. Mal von hinten, mal von vorne, mal übereinander. Und dann füge noch ein drittes Ballontier ein, das neugierig dreinschaut und dann kann das Fest beginnen. Inklusive Quietschgeräusche vom Gummi. Ein wahrlich schöner Spot, der das Kondom als was lustvolles verkauft.