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Rasur

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Wenn man alte Playboy oder Hustler Ausgaben durchschaut, dann wuchert und gedeiht das Intimhaar an allen Stellen. Die Beine und Achseln wurden wohl schon bearbeitet, der Genitalbereich blieb aber genau so wie er war. Schaut man heute in die Magazine oder besucht berühmt berüchtigte Onlineportale, so sehen wir rein gar nichts mehr. Wenn einmal eine Landebahn auftaucht, dann ist das schon eine Seltenheit. Jedes noch so kleine Haar wird entfernt und selbst im Privaten wird man mittlerweile komisch angeschaut, wenn man nicht wie Minus 12 Jahre aussieht. Rhiannon Schneiderman geht mit ihrer Fotoserie „Lady Manes“ in eine andere Richtung. Hier wird Schwanz getragen, hier wird der Busch nicht kontrolliert. Hier wird mit Extremen übertrieben gearbeitet und wir finden es herrlich. Da klebt man sich einfach mal eine Perücke in den Schritt und sagt „So what“.

Dass das Rasieren an sich schmerzhaft sein kann, wissen wir fast alle. Man rutscht ab, kommt an die Stelle nicht richtig ran und schon hat man den Salat. Man blutet und das nur für den guten Schnitt. Braun lässt die Protagonisten im Spot dafür flachlegen und zeigt was mit einem normalen Rasierer passiert – Ouch! Mit der elektronischen Variante und dem feinen Summen tritt ein verzückter Gesichtsausdruck ein. Was genau am Anfang beworben werden soll, ist nicht klar. Es hätte auch einfach eine Dokumentation über Masturbation werden können. Aber nein, hier wird geschoren und die anfängliche Irreführung finden wir sehr gelungen. Welche Variante der Rasur nun wirklich das Nonplus Ultra ist, lassen wir unbeantwortet.

Normalerweise investieren wir viel Geld darauf, die Haare an diversen Körperstellen loszuwerden. Die wenigsten Frauen setzen auf Komplettbehaarung, viele greifen zur Schere oder zum Rasierer und los geht’s. Dieser Slip geht genau in die andere Richtung. Diesmal sollen wir Geld für Haare im Schritt ausgeben. 12 Dollar soll der Spaß kosten und der Betreiber des Shops bei Etsy verspricht, dass der Slip wahrlich Spaß bringt. Kuschelig warm darf es ja im Winter mal sein, aber wenn die Haare im Schritt schon sprießen sollen, dann bitte für Umme. 12 Dollar ist uns das nicht wert. Der Slip sieht auch nicht sonderlich gemütlich aus. Eher wie so ein Wegwerfslip, den man früher in der Drogerieabteilung finden konnte für die speziellen Tage.

Wir alle kennen es – da soll es schnell gehen. Die Rasur steht noch aus. Die Klinge wird geschwungen und zack entfernt die Klinge nicht mehr die Haare, sondern bohrt sich in das Fleisch rein und verletzt uns. Aua! Va j-j Visor bietet uns nun den perfekten Schutz an. Zwischen die Schamlippen gepackt passiert uns solch ein Malheur nicht mehr. Der innere Bereich der Vagina wird geschützt. Die Muskulatur spannt sich automatisch an und hält das Plastikteil in all den bunten Farben fest dort, wo es sein soll. Zum Bräunen kann man den Va j-j Visor auch benutzen. Schädliche UV-Strahlen werden geblockt. Der Sonnenbrand vermieden. Wenn das nichts ist. Eine Sache, nach der wir seit Ewigkeiten gesucht haben.

Gilette beweißt Humor. Während sie in Deutschland das neue Topmodel Sara Nuru in die Badewanne packen, mit Schaum beträufeln und ihr eine Klinge reichen, geht es in den Staaten anders zu Sache. Dort greifen sie per Animation den Männern unter die Arme bzw. an den Penis und erklären uns per Kurzfilm, wie man den ‚Baum‘ größer erscheinen lassen kann. Leitsatz des Clips ist „Trimming The Bush Makes The Tree Looks Taller“. In diesem Sinne – viel Spaß beim Lehrvideo. Und immer schön eincremen nach der Rasur.

Ratsch, Ratsch, Haare weg – fertig ist die Landebahn. Während Fitnessclubs mit dem Claim „Keep In Shape“ werben, setzt der Schablonenanbieter für den Intimbereich auf den gleichen Spruch. Wer Lust auf Herzchen-Form, eine Landebahn oder ein Dreieck im Intimbereich hat, dem sei Bikinelle ans Herz gelegt. Bikinelle zaubert die schönsten Formen in deinen Schritt wenn du magst.