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Wenn man alte Playboy oder Hustler Ausgaben durchschaut, dann wuchert und gedeiht das Intimhaar an allen Stellen. Die Beine und Achseln wurden wohl schon bearbeitet, der Genitalbereich blieb aber genau so wie er war. Schaut man heute in die Magazine oder besucht berühmt berüchtigte Onlineportale, so sehen wir rein gar nichts mehr. Wenn einmal eine Landebahn auftaucht, dann ist das schon eine Seltenheit. Jedes noch so kleine Haar wird entfernt und selbst im Privaten wird man mittlerweile komisch angeschaut, wenn man nicht wie Minus 12 Jahre aussieht. Rhiannon Schneiderman geht mit ihrer Fotoserie „Lady Manes“ in eine andere Richtung. Hier wird Schwanz getragen, hier wird der Busch nicht kontrolliert. Hier wird mit Extremen übertrieben gearbeitet und wir finden es herrlich. Da klebt man sich einfach mal eine Perücke in den Schritt und sagt „So what“.

Stellt euch vor, ihr zieht neue Unterwäsche an, die mit bestimmten Sensoren ausgestattet ist. Diese Sensoren sind wiederum an eine Smartphone-App gekoppelt, die du selbst oder im besten Fall von einer anderen Person bedienen läßt. Der Gespiele bestimmt nun, wo es kribbeln und prickeln soll. Auf der Brust? Mittig? Oder einmal komplett die ganze Brust? Oder wollen wir lieber gleich zum Slip runterwandern und die andere Person in Fahrt bringen? Durex hat mit ihrer Fundawear eine Lösung für Fernbeziehungen gebaut. Ist der Partner nicht in der Nähe, dann greift man zum Handy und stimuliert ihn einfach. Im Video sieht das Ganze nach großem Spaß aus. Also eher nach Spaß als nach Stimulierung, aber Lachen ist ja auch gesund und entspannt zudem ungemein.

Ikea, der Riese, der uns alle mit Möbel versorgt. Manch einer hat seine ganze Wohnung damit gesäumt. Manch anderer nur einzelne Accessoires. Aber ohne Ikea kommt keine Wohnung aus. So richtig. Der Tumblr Just Another Ikea Catalog beschäftigt sich auch mit dem Phänomeon. Und setzt es in Beziehung mit Erotikproduktionen. Höppelnde Paare reiben sich zum Orgasmus. Fellatio wird betrieben. Und im Hintergrund wird das jeweilige Produkt gekennzeichnet. Mit Preis und Artikelname. Ähnlich wie im Film Fight Club. Da gibt es auch die eine Szene, wo alle Ikea Produkte gelabelt werden. Nach dem Tumblr Indifferent Cats in Amateur Porn ist Just Another Ikea Catalog unser neuer Lieblingstumblr im Bereich Porno gemischt mit anderen Nebensächlichkeiten.

Schon einmal zu einem Bild von einem Salzstreuer masturbiert? Oder schon einmal Hand angelegt zu einem ausgestopften Tier? Oder hat euch das Bild vom Cover des Buchs „Images You Should Not Masturbate To“ schon angesprochen? Uns nicht, aber ein Versuch ist es wert. Wir stoppen die Uhr und denken über weitere Bilder nach, die uns die Autoren in Part Zwei präsentieren könnten. Graham Johnson und Rob Hibbert greifen in die Unsinnig-Kiste und amüsieren. Der ein oder andere hat sicher schon einmal den Versuch gestartet, zum Höhepunkt mit den asexuellen Bildern zu kommen. Es wird auf jeden Fall hart.

Kondome sind selten angenehm, noch machen sie viel Spaß bei der Interaktion. Benutzen müssen wir sie trotz alledem, vor allem wenn wir keinen festen Partner haben oder andere Verhütungsmittel nicht vertragen. Das Origami-Kondom ist das erste Kondom, das nicht aufgerollt ist und aus Silikon hergestellt wird. Der Erfinder gibt wieder, dass diese Art von Kondom angenehm für beide Partner sei und das es sich so anfühlt, als ob gar kein Kondom im Spiel wäre. Das hört sich alles gut an. Faszinierend finden wir vor allem die Form. Große Meister im falten waren wir nie, aber das Origami-Kondom weckt eine gewisse Neugier in uns. Leider wird dieses Produkt erst in 2015 auf dem Markt zugelassen. Wir harren dann einfach noch ein bisschen aus und versuchen einen Kranich aus Papier zu falten.

Sex Sells. Das ist kein Geheimnis und wird seit langem von Werbern benutzt. Da gibt es Hügellandschaften, durch die ein Auto fährt. Da gibt es American Apparel, die fast ausschließlich über Sex Sells agieren. Da gibt es Diesel, die Sex Sells ganz klar als Werbespruch benutzen, aber noch hinzu addieren „Leider verkaufen wir Jeans“. Brüste, angetäuschte sexuelle Handlungen aktivieren einfach unser Hirn und auch wenn das Produkt an sich rein gar nichts mit Sex zu tun hat, eine Verbindung zu schönen Rundungen kann man immer herstellen. So wie die Kamera-Werbung, die mit ihrem schnellen Autozoom wirbt. Oder Ginsana, das extreme Potenz nach Einnahme verspricht. Der Energieschub lässt sogar das männliche Genital wachsen. Oha! Das will uns Werber zumindest suggerieren. Nachfolgend gibt es eine schöne Zusammenstellung von halbschlüpfrigen Kampagnen, wo uns die Werbung für schöne Knie am besten gefällt.

Do It Yourself – passender könnten die ersten Worte zu dem Produkt von Francesco Morackini nicht sein. Warum sollte man in einen Sextoy-Shop gehen, wenn man per „Spitzer“ das ganze zuhause alleine erledigen kann. Man wähle sein Lieblingsobjekt, platziere es im Dildo-Maker und fertig ist das gute Stück. Zu beachten ist natürlich das Material. Bananen sollten steinhart sein, das Holz sollte nicht splittern und ne Kerze sollte man nicht anzünden beim Gebrauch. Eis geht auch, das kann man dann schön schmelzen lassen während es zum Einsatz kommt. Und es ist weitaus kostengünstiger als der gemeine Dildo. Ab in den Supermarkt, Möhre gekauft, gespitzt und los geht das Vergnügen. So einfach kann Spaß erzeugt werden.

All das hier erinnert stark an den Diesel Spot. In diesem wurde über Pornosequenzen einfach etwas anderes gemalt und das war extrem witzig. Die Seite pornsfw.com folgt dem gleichen Prinzip. Und auch hier mussten wir wieder herzhaft lachen. Beispiele gefällig? An sich sollen die Bilder erotisch bzw. porngrafisch sein und Betrachter anmachen. Wenn eine Frau auf einmal die Fürze von anderen Frauen anzündet, dann ist das so herrlich lächerlich, so dass wir selbst auf Arbeit laut lachen müssen. Und ja, die Seite kann man sich ohne Bedenken auf Arbeit anschauen. Viel Spaß beim surfen!

Wir kennen Delfine, Hasen und weitere Tiere, die uns stimulieren sollen. Wir kennen hässliches Spielzeug, das lauter als unserer Bohrer ist, das komisch glänzende Kugeln im Schaft hat und alles andere als ästhetisch wirkt. Buxxer kennen wir noch nicht, die netten kleinen Figuren mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Und genau dieses Lächeln wollen sie uns auch schenken. Insgesamt hat die italienische Firma Kokoro drei kleine Helferchen für die vaginale und klitorale Stimulierung auf den Markt gebracht und an sich müssten sie eigentlich aus Japan oder einem Nachbarland stammen. Mit Verspieltheit gibt es Verwunderung, Lachen und zugekniffende Augen. Die kleinen Racker sehen wirklich nach Spaß aus und gerne möchten wir einmal mit ihnen spielen. Und wenn man fertig ist mit der Spielstunde, stellt man Woody, Clitt und Geena auf die Anrichte, nachdem man sie schön sauber gemacht hat.