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Unterwäsche

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Wie würdet ihr es finden, wenn ihr euch einen Typen mit nach Hause nehmt und er wie ihr einen BH unter seinem Shirt trägt? Wenn er halterlose Strümpfe präsentiert? Oder gar sein Gemächt in einem kleinen String mit Spitze versteckt und so gar nicht maskulin wirkt? Wenn er länger zum Anziehen braucht als ihr? Wir würden es wohl interessant finden, aber Shorts und Co finden wir besser. Wir würden nicht ausgelassen mit ihm auf dem Sofa spielen, sondern uns fragen, ob er sich bald an unserer Unterwäsche bedienen will. Geschmäcker sind verschieden und klar kann auch ein Heteromann Interesse an schöner Unterwäsche haben, aber muss es gleich so übertrieben sein wie bei Homme Mystere? Wir wollen hier auch gleich ausschließen, dass wir davon ausgehen, dass diese Art von Unterwäsche etwas für homosexuelle Männer ist. Generell passt diese Art von Unterwäsche nicht ganz zur Statur eines Mannes. Vor allem: wozu braucht man(n) einen BH?

Wie uns dieser Spot für Bar Refaelis Unterwäschenlinie Under.me durch die Lappen gehen konnte, wissen wir nicht so genau. Das Sports Illustrated Swimsuit Model präsentiert sich ganz natürlich und mit ganz natürlich meinen wir so wie Gott Bar Refaeli schuf. Mal hat sie nichts an, mal ihre Unterwäschenlinie, die nicht unbedingt sexy, aber unheimlich bequem aussieht. Man braucht nicht immer als Engel von Victoria Secret untenherum durch die Gegend zu rauschen. Leger und bequem reicht eigentlich aus, vor allem, wenn man so gute Spots für die eigene Linie dreht.

Einen Hauch von Nichts für den mittleren Körperbereich hatten wir bereits zuvor schon gefunden. C-String erinnerte uns mehr an eine Slipeinlage als an einen ästhetischen Slip. Die nahtlose Bräune war garantiert, mehr Funktionen erfüllte der Slip nicht. Bei „Cul Nu“ von Maison Close gestaltet sich das anders. „Cul Nu“ heißt übersetzt so viel wie der nackte Po und genau dieser wird  hier betont. Drei kleine Bänder spannen sich um den Körper und hinterlassen den Eindruck, dass Trägerin unten herum nicht ganz nackt ist. Die Konturen des Hinterteils werden betont, wirklich viel wird nicht bedeckt, aber irgendwie sieht das ganze ästhetischer aus als beim C-String. Vielleicht liegt es aber auch einfach nur an den netten Rundungen des Models, dass uns dieses Slip-Modell besser gefällt. Wer weiß.

Normale Figuren, normale Rundungen, vielleicht hier und da etwas mehr auf den Hüften – da setzten die Designer und die Zeitungen seit dem letzten Jahr wieder drauf. Die Diskussion darum war voll Feuer, jeder wollte was dazu sagen. Karl Lagerfeld wollte all die Dicken nicht sehen. Die Glamour holte Lizzie Miller in ihre Septemberausgabe. Während der Fashion Week ließ Mark Fast Frauen mit Rundungen auf den Catwalk laufen. Das Exempel war statuiert. Viele weitere Beispiele folgten. Das V Magazine widmete eine komplette Ausgabe dem Thema. Das Verständnis von allen Seiten war gegeben. Viele lobten die Entwicklung hin zum normalen Frauenbild in der Werbung und der Modewelt und nun schlagen Fernsehstationen wie ABC dagegen und verbieten Unterwäschewerbung mit Frauen mit Rundungen zu bestimmten Zeiten. Die Firma Lane Bryant lässt sich davon aber nicht beeindrucken und schlägt zurück mit ihrer Victoria Secret Ad Parodie. Ein Skelett darf nunmehr nur noch Unterwäsche bewerben. Es wird suggeriert, dass das genau die richtige und gesunde Figur wäre. Vor allem für Sender wie ABC oder Fox. Der Schlag sitzt und wir schauen uns den Spot weiter belustigt an. Den Original-Spot von Lane Bryant gibt es hier zu sehen. Wir persönlich stehen ja eher auf etwas Kurven. Love Handles sind doch nie verkehrt.

Huch, was ist das denn? Es ist kein Tanga a.k.a. ein G-String. Nein es ist ein C-String. Ein String ohne Seitenverstärkung, ohne Halterung. Einfach zwischen die Beine gequetscht sieht diese Unterhose aus wie eine Slipeinlage, die man mit ordentlich viel Druck zwischen den Beinen vom Rutschen abhalten muss. Die Hersteller von C-String sind so witzig diese Modelle als Swimwear anzupreisen. Ja, dass wäre ein wahrer Hingucker. Ob die Trägerin dabei wirklich den Wellen standhält ist fraglich. Die Rutschgefahr blinkt förmlich auf den Höschen, die Ästhetik ist nicht vorhanden. Nahtlose Bräune kann man auch anders hinbekommen. Dazu aber bald mehr Tipps in unserem großen Sommerspezial.