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Vagina

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Es gibt die große chinesische Mauer. Es gab die Berliner Mauer. Und nun gibt es die große Vagina-Mauer. Eine Mauer, die nur aus Abdrücken des weiblichen Genitalbereichs besteht. Der Künstler Jamie McCartney hat über 400 Frauen Modell stehen lassen und die Abdrücke genommen. Alles zusammen ergibt ein Gesamtkunstwerk in Weiß, das aus der Ferne nicht alles preisgibt. Ein näheres Herantreten wird gefordert und dann begegnen einem die unterschiedlichsten weiblichen Genitalien. Der wohl privateste Schatz einer jeden Frau. All das wirkt nicht vulgär und hat auch nichts pornografisches an sich. Die Mauer kann man in London in der Hayhill Gallery betrachten.

Wir hatten schon den Homer, den Pinocchio für den Mann, den Indianer und das Vogelnest für die Frau und nun hat Buzzfeed noch weitere Perlen aus dem Dickicht Internet heraus gekramt. Ob wirklich alle Tattoos auf der Haut oder in Photoshop entstanden sind, können wir hier an dieser Stelle nicht zu 100 Prozent feststellen. Der Fisch, der Dämon wie auch die Mario Pipe finden wir vom Motiv her interessant. Aber mal ganz ehrlich – wer lässt sich so etwas tätowieren? Im Alter möchten wir keinen Fisch mit hängenden Kiemen irgendwo am Körper verewigt haben. Und irgendwann möchten wir auch nicht mehr, dass Mario im übertragenden Sinne in uns hinein springt.

Malbücher für Sneakerliebhaber kennen wir. Wie auch das Indie-Musik-Malbuch. Das Malbuch für Vagina-Liebhaber ist uns bisher noch nicht unter gekommen. Da geht es darum, dass primäre Geschlechtsteil der Frau zu kolorieren. In unserer Welt ist da die Farbauswahl stark minimiert. Hell beige plus ein, zwei, drei Nuancen dunkler stehen uns zur Verfügung. Natürlich kann man die Schamlippen auch rot malen und die Klitoris blau. Dem Maler sind hier keine Grenzen gesetzt. Die Hügellandschaft der Frau kann auch in Schwarz-Weiß oder in Regenbogenfarben daherkommen. Wer hat Lust auf eine Runde Erforschen der Vagina mit Buntstiften? Der letzte Satz klingt auch irgendwie komisch.

Manchmal gibt es Situationen im Büro, da wollen sich meine Kollegen meine Funde nicht anschauen. Nach getroffenen Aussagen wie „Urghh, Muschi auf Muschi“ vergeht ihnen die Lust und sie klicken nicht auf meine Links. Ich behaupte dann immer, dass sie was verpassen würden. Das „Kunstwerk“ von Jamie Mccartney mit dem Titel „Pussy Cat“ kann sich doch sehen lassen! Oder etwa nicht?

Nach Homer auf der Vagina und Pinocchios Nase als Glied, gibt es nun weitere Highlights aus der Körperverschönerung. Diesmal handelt es sich nur um Bodypaintings, aber alleine der Bart des Indianers ist schon goldwert. Ein weiblicher Busch darf als Gesichtshaar fungieren und das Gesicht der Rothaut verschönern. Der Elefant ist naheliegend, wir alle kennen die Schlüpper mit Rüssel. Nun geht es in Echt weiter und alles wird in Grau getaucht. Wunderschön. Gut, dass das alles abwaschbar ist. Oder ist es gar ein Photoshop-Meisterwerk? Wir gehen von Ersterem aus. Und ihr?

Wie hübsch. So viele Begriffe für die Vagina sind uns noch nie untergekommen und parallel haben wir noch den Mooncup kennengelernt. Der Mooncup sammelt das Menstruationsblut auf und ist somit eine Alternative zum herkömmlichen Tampon. So viel dazu. Die Firma hat im Rahmen einer Kampagne mehr als 14.000 Synonyme für die Vagina gesammelt und die 25 Besten sind in diesem Song gelandet, der beschwingter nicht sein könnte. Lernt all diese Begriffe kennen und wer nicht genug bekommt, kann hier plus 14.000 weitere Begriffe lernen. Und weil es so schön ist, stimmen wir direkt in den Refrain ein. „Love, Love, Love Your Vagina. That Important Place Inside You“. Was für ein Spaß. Da hat sich die Werbeagentur wie auch die Firma an sich eine gute Marketingkampagne überlegt.

Den Monat Mai haben wir bereits hinter uns gelassen, aber auch im Juni, Juli, August und September wird noch fleißig geheiratet. Wenn Braut noch kein Kleid hat, dann schlagen wir dieses hier vor. Ultra-Feminin und offenbart den Kinderwunsch. Nach dem Motto – erst heiraten, dann Kinder kriegen, dann Hausfrau werden. Ob Mann dann nicht vor dem Altar wegrennt, wissen wir nicht. Wissen wissen wir nur, dass wir herzlich lachen würden bei solch einem Hochzeitskleid. Wer traut sich?

Den Penis- und Brustring kennen wir. Den haben wir sogar schon verschenkt und der Ring war beim Beschenkten sehr schnell im Mund. Der Geschmack war leider nicht wirklich gut, das kann der Pussy-Lolly sicherlich weitaus besser. Mit Pflaumengeschmack und als Natur-Pussy, mit Intimpiercing oder als Menstruation-Lolly mit Bändchen kann man dieses Imitat der weiblichen Intimität bestellen. Tut uns aber bitte einen Gefallen – falls ihr euch das wirklich bestellen wollt/müsst, dann beißt bitte nicht kraftvoll zu. Lutscht den Lolly bitte anständig. Alles andere würde uns wehtun.