Drei Paare die ich kenne haben sich im Internet kennengelernt. Alle drei Paare sind mittlerweile verheiratet, zwei von den Paaren waren räumlich über eine längere Dauer getrennt. Eine Fernbeziehung wäre nichts für mich, würde ich doch das Küssen und all das Drumherum vermissen. Die befreundeten Paare haben das irgendwie geschafft. Da gab es die Webcam, Skype und die Luftküsse. Damit es nicht nur beim Luftkuss bleibt, hat der Student Nobuhiro Takahashi ein Apparat erfunden, der den Zungenkuss simulieren soll. Dafür packt man sich ein Stäbchen in den Mund und rotiert ordentlich mit der Zunge. Die Impulse werden auf den „Partnerapparat“ übertragen und perfekt ist der digitale Zungenkuss. Aber so wirklich perfekt erscheint all das nicht. Mit einem Stäbchen zu küssen, ist langweilig. Eine zungenähnliche Form wäre da schon erstrebenswert. Der „Impuls“ kann auch nur einseitig übertragen werden. Soll heißen – nur einer agiert, der andere wird wie von einem kleinen Mixer bearbeitet. Da bleiben wir doch lieber beim Luftkuss und freuen uns auf das richtige Zusammentreffen.

Das KissPhone scheint uns da schon weitaus effizienter zu sein. Die Zunge kommt hier wohl nicht zum Einsatz, aber das Telefon mit Mund misst den Druck und Co und übertragt diesen auf das Partnertelefon. Ein ordentlicher Schmatzer mit solch einem verspielten Telefon scheint uns die bessere Variante zu sein. Mit dem Telefon hat man optisch wenigstens etwas Spaß.

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