Heute startet auf ProSieben die Serie 2 Broke Girls, die wir binnen vier Tagen fast in einem Rutsch weggeschaut haben. Warum? Weil der Humor mitunter wohl etwas flach, aber genau richtig unter der Gürtellinie angesiedelt ist. Weil wir es lieben, wenn Hipster von der Darstellerin Max gebasht werden. Weil wir Cupcakes lieben und Oleg – den sexistischen Koch aus dem Dinner – einfach ein Chauvi mit wirklich guten Sprüchen ist („Your B’s have turned into C’s and for that, I give you an A“).

Um was es geht: Max ist irgendwie schon immer pleite und arbeitet in einem Dinner in Williamsburg, in dem sie niemals lächelt. Das strengt sie an. Davon kriegt sie Rückenschmerzen. Dann gibt es Caroline. Das reiche Mädchen, dessen Vater gerade halb New York ums Geld gebracht hat und im Knast einsitzt. Caroline hat ebenfalls kein Geld mehr, kommt nicht in ihr Town House, die alten Freunde wollen nichts mehr mit ihr zu tun haben und sie braucht Geld. Also schmeißt sie sich in die Kellneruniform voller Flecken, legt ihr Chanel-Kostüm ab und lernt Max kennen, mit der sie ein Cupcake-Business starten will.

Cupcakes stehen irgendwie im Mittelpunkt der Geschichte, aber eigentlich geht es um Max, die keinen Vater, dafür aber ne beschissene Mutter hat und als Zynikerin durchs Leben wandert. Wie es so ist, sind die armen Leute im Herzen natürlich gute Leute und nehmen auch verwöhnte Manhattan-Frauen bei sich in der Wohnung auf. Während Max einem Misanthropen gleichkommt, ist Caroline die Optimistische, die selbst aus Kacke Geld machen will. Das Zusammenspiel der Beiden ist köstlich. Das Bild, das von Brooklyn wiedergegeben wird ist natürlich klischeebehaftet, aber irgendwie doch nah an der Realität dran. Sätze wie – Hipstern kann man alles verkaufen – glauben wir ihnen und sehen, wie sie Hipster auf Carolines Pferd für 100 Dollar reiten lassen – der einzige Besitztum, den Caroline retten konnte.

Heute um 21.15 startet die Serie auf ProSieben. Ob die Synchronisierung gut ist und die Wortwitze erfasst werden, bleibt abzuwarten. Die Serie an sich ist aber mehr als empfehlenswert.

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