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Wer zur Zeit nicht darauf aufmerksam wird, dass ein neuer Robin Hood Film in den Kinos läuft, geht definitv mit geschlossenen Augen und Ohren durchs Leben. Ganz Berlin ist zugekleistert mit Werbeplakaten und Radiospots laufen auf allen Kanälen. Da kommt doch der gemeine Blockbuster-Junkie auf die Idee sich diesen Streifen anzuschauen. Und was hat er davon? Doppelte Überlänge zu stolzen Preisen und ein grobschlächtiger Russell Crowe im Kettenhemd!

Beyoncé und ich – da gibt es eigentlich keine große Geschichte zu. Man hat immer nebeneinander her gelebt, man hat sich das ein oder andere Lied angehört, es für gut befunden, es aber schnell auch wieder vergessen. Man hat noch jenes Video im Kopf, wo Justin Timberlake mit ihr tanzt. Man ist sich im Klaren darüber, dass sie irgendwie Humor haben muss und dann kommt dieses Lied samt Video – „Why Don’t You Love Me“ und man hat endlich zueinander gefunden. Das Video könnte nicht witziger sein. Das Lied nicht besser sein. Eine neue Freundschaft wurde geboren. Neu-Fansein ist manchmal ganz schön. Pimpettes goes Pop. Beyoncé goes Betty Page, bedient 50er Jahre Klischees und ist ganz Frau samt Stilettos und Putzschwamm. Und auch die versoffene Hausfrau, die pafft und Martinis liebt. Ja, dass ist ein Bild, das Beyoncé gekonnt und mit Witz verkörpert.

Wie genau man hier anfangen soll, wissen wir nicht. Derzeit ist uns nur klar, dass die Bilder der Kampagne etwas bei uns ausgelöst haben. Dass die Querverbindung zwischen den Themen Obdachlosigkeit und Beraubung des natürlichen Lebensraumes eine gut gewählte ist. Dass die Bilder ein leichtes Magenziehen auslösen und man sich nicht vorstellen möchte, wie Affen eines Tages im Großstadtdschungel landen, nur weil der eigene Lebensraum nicht mehr existiert. Anderseits fragt man sich bei der Kampagne von „Born Free“ auch, ob die Tiere einem noch auffallen würden. Zu oft zieht man durch die Stadt und bemerkt nicht einmal mehr alle die Leute, die obdachlos sind und auf der Straße sitzen. Beziehungsweise muss man hier ganz offen hinterfragen, ob solch Tiere mehr Aufmerksamkeit erregen würden als ein Obdachloser an sich.