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Seinen Ring abzusetzen, ist eine einfache Sache. Man gibt sich ein Versprechen fürs Leben – entweder im Standesamt oder in der Kirche – schaut sich liebevoll in die Augen und kaum ist Frau/Mann weg, kann der Ring des Versprechens abgesetzt werden. Man ist auf einmal nicht mehr verheiratet, man ist wieder frei und kann treiben, was man will. Der „Anti-Cheat-Ring“ verhindert das. Auf der Innenseite des Rings drückt sich das Wort „Married“ auf dem Finger ein, der Abdruck geht nicht mehr so schnell weg. Noch effektiver ist es, den Partner ständig ins Solarium zu schicken – mit Ring an! Der Abdruck bleibt länger als der Abdruck vom „Anti-Cheat-Ring“, der für 550 USD bei The Cheeky erhältlich ist.

Das nackte Mädchen im Teeset von Esther Horchner hat uns bereits gezeigt, dass auch die Teatime mit einem Augenzwinkern begannen werden kann. Das nackte Mädchen konnte man mit Anziehsachen bedecken, bei Luis Caicedo kann man das nicht. Hier bestehen Kannen und Zuckertöpfchen aus Brust und Po und man kann zwischen unterschiedlichen Ausprägungen wählen. Wer kleine Brüste bevorzugt, greift auf das A-Cup zurück. Die Sugar-Tits gibt es nur in Extra Large, aber das macht das Ganze umso skurriler. Mit überzogenen Figuren wird die Teezeit eingeläutet, ein Lachen geht anbei. Bloß die alten feinen englischen Damen dürften über dieses Set nicht amused sein. Aber die sind auch nicht die Zielgruppe von Luis Caicedo.

Vor einigen Jahren hätte dieses Schild überhaupt noch keinen Sinn gemacht. Facebook gab es noch nicht. Die Leute schauten nicht gebannt auf ihr Smartphones, während sie auf der Straße flanierten. Das Reinrennen in andere Passanten wurde durch andere Umstände verursacht. Heutzutage ist solch ein Hinweis amüsant und auch richtig. Wie oft ärgert man sich doch über Leute, die nicht mehr auf den Verkehrsfluss achten, sondern nur noch in ihrem Facebook-Universum agieren. Der Künstler Jay Sheels hat in New York unter anderem dieses Schild aufgehangen und damit sein Etiquette-Projekt fortgeführt. Er mahnt mit einem Augenzwinkern Umstände an, die ihn stören. Die Kacke von den Polizeipferden zum Beispiel. Oder die Reste vom Glimmstengel. Oder zu tief sitzende Hosen, wobei wir dieses Schild neben dem Facebook-Schild am witzigsten finden. Vielleicht sollten solch Schilder auch in Berlin aufgehangen werden. Die Metropolitan Etiquette Authority gefällt uns mit dem kleinen Augenzwinkern sehr gut. Auf Etsy kann man die Schilder auch kaufen, die in einer limitierten Stückzahl vorhanden sind.

Was passiert in der Zeit, wenn auf Pimpettes nichts gepostet wird? Dann bin ich im Urlaub und knipse was das Zeug hält und mache halt so Tourisachen. Die ursprünglichen Kate-Moss-Plakate für Supreme fand ich so naja, weil ich Kate Moss einfach nicht mehr sehen und auch nicht wirklich leiden kann. Die Alte ist durch und Supreme soll sich lieber weiterhin mit Kermit, Lou Reed und Co schmücken. Die entfremdeten Plakate mit Penissen, Schnauzern, dummen Anmerkungen und sonstigem finde ich ansprechender. Die bereiten Spaß, vor allem wenn daneben das Druffi-Plakat der blonden Frau mit „Suprise“ hängt. Das Hakenkreuz lassen wir hier mal außen vor. Weitere Impressionen aus New York folgen asap.

Es gibt Aufkleber zum Verschönern des Macs. Es gibt USB-Sticks mit Funktionen. Und nun gibt es eine iPad-Docking-Station, die charmanter nicht sein könnte. Das iPad ruht im Schoss von der „Venus of Cupertino“. Stilsicher sieht das aus und funktionell ist es auch noch. Das iPad wird mit Strom versorgt und die „Venus of Cupertino“ kann so tun, als ob sie sich Sachen auf dem iPad durchlesen würde. Designt wurde die Docking-Station von Scott Eaton.

Der Bauchnabel als kleiner Teich ist fabelhaft. Der Po als Hügel für eine Bank für Liebende ist herzallerliebst. Boot zu fahren auf dem Po zum Rücken ist eine Kunst und an sich finden wir alle Motive von Allan Teger bemerkenswert. In seiner Reihe „Bodyscapes“ lässt der Fotograf den Körper zur Landschaft werden und platziert kleine Figürchen, Bäume oder auch Bänke auf dem Körper. Auf dem ersten Blick erschließt der Betrachter vielleicht gar nicht das Gesehene. Beim zweiten Blick entdeckt er die Körperhaare, sieht den ein oder anderen Riss im Gewebe. Solch Motive kommen sicher auch ganz gut an der Wand.

Malbücher für Sneakerliebhaber kennen wir. Wie auch das Indie-Musik-Malbuch. Das Malbuch für Vagina-Liebhaber ist uns bisher noch nicht unter gekommen. Da geht es darum, dass primäre Geschlechtsteil der Frau zu kolorieren. In unserer Welt ist da die Farbauswahl stark minimiert. Hell beige plus ein, zwei, drei Nuancen dunkler stehen uns zur Verfügung. Natürlich kann man die Schamlippen auch rot malen und die Klitoris blau. Dem Maler sind hier keine Grenzen gesetzt. Die Hügellandschaft der Frau kann auch in Schwarz-Weiß oder in Regenbogenfarben daherkommen. Wer hat Lust auf eine Runde Erforschen der Vagina mit Buntstiften? Der letzte Satz klingt auch irgendwie komisch.