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Tragbares

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Ein Bauarbeiter-Dekollette ist eine feine Sache. Immer wieder bekommt man es präsentiert – egal ob man es möchte oder nicht. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt ab und an zur Flasche zu greifen und etwas Flüssigkeit auf das Untenherum-Dekollete tröpfeln zu lassen. Dann springen die Personen auf und das Elend verschwindet aus meiner Bildfläche. Wer dann doch mehr Fan von dem Dekollete ist als ich, der wird das obige Kleid lieben. Da muss nichts unabsichtlich verrutschen. Da wird explizit auf die Ritze verwiesen. Und wo kann man so etwas kaufen? Solch einen sexy Fummel? Natürlich bei Etsy!

Wir hatten schon Löcher für die Brust. Wir hatten schon hängende Brust-Lookalikes. Spiegeleier und Herzen sind uns bisher noch nicht untergekommen, wobei uns das Spiegelei weitaus mehr amüsiert. Wie möchtest du deine Eier haben? Sunny Side Up! Sind die Brüste so heiß, so dass die Eier gleich gerinnen mussten? Die Schwestern Alice und Molly Goddard haben sich mit Lovetits sehr schöne Brustmode ausgedacht und wir hoffen, dass sie bald mit weiteren Motiven nachlegen. Für rund 65 Pfund sind das Spiegelei und Co erhältlich.

Unsere Liebe für die Kunst von Spencer Tunick haben wir schon einmal zum Ausdruck gebracht. Der Künstler versammelt gerne viele Menschen vor seiner Linse, stellt sie eng beieinander und lässt sie so vor der Kamera posieren, wie Gott sie geschaffen hat. All die nackte Haut verschmilzt oft zu einer Gesamteinheit, das einzelne Individuum ist nicht mehr unbedingt ausmachbar und der Nacktheit haftet nichts Besonderes an. Jeder ist gleich. Die Designerin Mara Hoffmann hat nun ein Motiv von Spencer Tunick in ihre Bademodekollektion integriert, was irgendwie absurd ist. Den Badeanzug trägt man, um seine primären und sekundäre Geschlechtsteile zu verhüllen. Diese verhüllt man aber wiederum mit nackten Menschen. Sprich auf die nackte Haut kommt Stoff mit nackter Haut. Irgendwie ist es nicht nur absurd, sondern auch interessant. Wer wissen will, wie es sich anfühlt sich mit nackten Menschen zu schmücken, kann sich die Bademode hier für 300 Dollar bestellen.

Was für eine geniale Idee. Frau und Mann tauschen die Sachen und Mann ist sich nicht zu schade dafür, auch einmal ein Kleid seiner Freundin über zuziehen. Wenn der Mann lange Haare hat, dann macht er sich auch mal einen Dutt. Oder lässt die Haare wallend herunter. Bei den Frauen sitzen die Sachen zumeist etwas eng um die Brust oder sie sehen so aus, als ob sie vom großen Bruder die Sachen anhaben. Wir lieben das Switcheroo-Projekt von Hana Pesut. Mehr als zwanzig Pärchen haben bereits an ihrer Fotoreihe teilgenommen. Wir hoffen, dass noch ganz viele Bilder folgen. Vielleicht überrede ich meinen Freund, diese Bilder bzw. das Prinzip nachzustellen. Vielleicht ist er offen dafür. Eine Hose von mir hatte er zumindest schon einmal an. Bei ihm saß sie viel lockerer als bei mir und ich war neidisch.

Eigentlich dienen Bikinis dafür, die primären und sekundären Geschlechtsteile zu verhüllen. Manche sind so knapp geschnitten, so dass dies nicht immer gelingt. Zumeist sitzt alles aber recht gut und wenn man nicht gerade sein Glück mit einem weißen Exemplar versucht, dann sind die Bikinis auch blickdicht. Dieser Bikini kehrt alles um. Auch wenn man nichts sieht, so gibt der Druck wider, dass man Brustwarzen und einen kleinen Landungsstreifen sieht. Natürlich verpixelt. Will Frau so etwas wirklich anziehen? Hat sie Lust sich zu verdecken, um dann die Illusion des Durchscheins zu erwecken? Ist diese „Erfindung“ aus Russland großer Schwachsinn oder erstrebenswert, da man als Frau gerne das andere oder auch das gleiche Geschlecht an der Nase herum führt bzw. gerne mehr zeigen würde, sich aber nicht traut? Wir sind uns nicht sicher und da wir kein russisch können, wissen wir auch nicht, ob dieser Bikini wirklich jemals in den Verkauf gegangen ist.

Einen Hauch von Nichts für den mittleren Körperbereich hatten wir bereits zuvor schon gefunden. C-String erinnerte uns mehr an eine Slipeinlage als an einen ästhetischen Slip. Die nahtlose Bräune war garantiert, mehr Funktionen erfüllte der Slip nicht. Bei „Cul Nu“ von Maison Close gestaltet sich das anders. „Cul Nu“ heißt übersetzt so viel wie der nackte Po und genau dieser wird hier betont. Drei kleine Bänder spannen sich um den Körper und hinterlassen den Eindruck, dass Trägerin unten herum nicht ganz nackt ist. Die Konturen des Hinterteils werden betont, wirklich viel wird nicht bedeckt, aber irgendwie sieht das ganze ästhetischer aus als beim C-String. Vielleicht liegt es aber auch einfach nur an den netten Rundungen des Models, dass uns dieses Slip-Modell besser gefällt. Wer weiß.

Was kann Mann schon groß mit seinem Penis machen, wenn wir hin zu modischen Fragen kommen. Er kann sich Pinocchio drauf malen. Er kann eine Badehose mit Extra-Penisschaft tragen. Oder er kann sich das neue Hüftcollier von Matthias Maus umschnallen.

„Höhepunkt der Kollektion ist dabei die mit Perlen und Steinen besetzte Robe, die den männlichen Phallus kleidet und mit einem ausladenden Diadem als Hüftcollier getragen wird. Diese Innovation beschreibt der Designer als ein Bedürfnis nach Emanzipation. Er möchte damit das männliche „Zepter“ kultivieren, in dem er es in Szene setzt, genau so, wie die „Adamsäpfel“ der Frau in einer Selbstverständlichkeit exponiert werden.“

Das hier ist zwar schon etwas älter, die Idee des Handtuchs überzeugt uns aber immer noch. Man nehme ein Handtuch, designe es im Look des Covers der Zeitung, schreibe den Claim „I Can Be The March Playmate“ auf das Handtuch und lasse Dame oder gar Herr auf dem Handtuch posieren. Marke wie auch Leserschaft verbinden sich perfekt und wenn das „Playboy-Covergirl“ auch noch lecker aussieht, schaut man gerne dreimal hin. Das hier ist gutes Marketing. Marketing, so wie wir es mögen!